Feueralarm nach dem Kameradschaftsabend

Am ersten Freitag im Monat treffen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bückeburg - Stadt zum traditionellen Kameradschaftsabend im Feuerwehrhaus. An diesem Abend soll die Gemeinschaft gestärkt werden, denn im Ernstfall muss sich jeder blind auf den anderen verlassen. Im Juni erlebten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte einen kulinarischen Hochgenuss, denn ihr Koch Andy Bautze verwöhnte seine Kameraden mit Steak au four mit Kartoffelecken und Salat sowie einem köstlichen Nachtisch.

Nur wenige Stunden später war der Ernstfall wieder eingetreten, und die Kameraden mussten gegen 23:36 Uhr zu einem Brandeinsatz ausrücken. An einem Feldweg entlang der Bahnstrecke in Petzen brannten Strohballen,

Aufgrund ungenauer Ortsangaben waren die Bückeburger Kameraden alarmiert wurden, obwohl der Einsatz in Petzen und sich somit im Ausrückebereich der Eveser Wehr befand. Durch die räumliche Nähe zum Feuerwehrhaus Bückeburg entstand hierdurch allerdings kein Zeitverzug bei der Abarbeitung des Einsatzes.

Als 5 Minuten nach der Alarmierung das erste Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle eintraf, brannten 4 Strohballen. Die Gefahr einer Brandausbreitung auf weitere Ballen, sowie umliegendes Grasland und ein Getreidefeld bestand. Deshalb wurde auch sofort der Schnellangriff eingesetzt, um die Flammen niederzuschlagen und die Gefahr der Ausbreitung zu verhindern.

Bei Ankunft der Feuerwehr war bereits der Landwirt vor Ort. Nach kurzer Rücksprache mit der Einsatzleitung holte er seinen Traktor mit Frontlader zur Einsatzstelle, um die weiteren Löscharbeiten zu unterstützen.

Nachdem die Flammen abgelöscht waren, wurden mit Hilfe des Frontladers, die Ballen auf den Feldweg gehoben und dort von den Einsatzkräften auseinander gezogen. So konnten auch die letzten Glutnester gezielt abgelöscht werden. Beim Aufspüren der Glutnester leistete auch die Wärmebildkamera treue Dienste.

Der Rüstwagen der Schwerpunktfeuerwehr leuchtete die Einsatzstelle aus, um das Arbeiten zu ermöglichen. Die Wasserversorgung wurde durch die beiden Tanklöschfahrzeuge sichergestellt. Während des 2 stündigen Einsatzes wurden rund 3500 Liter Löschwasser verbraucht.

Hinzu kamen mehrere Liter Mineralwasser, welche Einsatzleiter Jörn Bielinski zur Einsatzstelle brachte, um den Flüssigkeitsverlust  bei den Einsatzkräften auszugleichen. Die physische Belastung bei diesem Einsatz war hoch. Trotz nächtlicher Stunde lagen die Außentemperaturen bei 20 Grad Celsius. Hierdurch wurde die Arbeit bei schwülwarmer Luft eine schweißtreibende Angelegenheit.

Gegen 01:30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Es waren 10 Feuerwehrleute mit 4 Fahrzeugen im Einsatz. Hinzu kam eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Bückeburg und der Landwirt mit seinem Traktor. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und Landwirt bei diesem Einsatz verlief sehr gut. Durch den schnellen Einsatz konnte größerer Sachschaden verhindert werden. 

 

Text/Bild: S. Titze, Pressewart Stadt Bückeburg