Einsatzreicher Montag

 

Einen unruhigen Start in die Karwoche haben die Kameradinnen und Kameraden der Bückeburger Feuerwehr erlebt.

Kurz nach Mitternacht mussten die Kräfte der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr Bückeburg-Stadt ausrücken. Anwohner meldeten in der Friedrich-Bach-Straße eine unklare Rauchentwicklung. Zwei Streifenwagen der Polizei und der Kommandowagen des Einsatzleitdienstes erkundeten den Bereich und konnte nach relativ kurzer Zeit den Einsatzort im Bereich der Bahnunterführung entdecken. Die nachrückenden Einsatzfahrzeuge konnten so gezielt die Einsatzstelle anfahren.

Zwei Altglascontainer und ein Altkleidercontainer brannten bei Ankunft der Feuerwehr in voller Ausdehnung. Sowohl die Kunststoffbehälter, als auch die darin befindlichen Altglasflaschen, waren bereits geschmolzen.

Ein Trupp unter Atemschutz löschte den Brand mit der Schnellangriffseinrichung des Tanklöschfahrzeuges ab. Unterdessen leuchtete der Rüstwagen die Einsatzstelle aus. Um alle Brandnester ablöschen zu können, wurde versucht die Masse aus geschmolzenem Kunststoff- und Glas auseinander zu reißen. Zur Kontrolle kam auch die Wärmebildkamera zum Einsatz.

Parallel dazu musste der Altkleidercontainer mit dem Motortrennschleifer geöffnet werden, um den Inhalt abzulöschen. Durch geschmolzene Farbe an der Außenseite und verzogenes Metall durch die Hitzeentwicklung war ein anderes herankommen an den Inhalt nicht mehr möglich.

Nach ungefähr einer Stunde war der Einsatz für die 19 Einsatzkräfte beendet.

Nur wenige Stunden später, um 10:40 Uhr mussten die Feuerwehrleute aus Bückeburg-Stadt und Evesen sowie der ELW-Gruppe erneut ausrücken. Im Mittellandkanal hatten Passanten ein Tier entdeckt. Es war unklar, ob das Tier noch am Leben ist. Sofort rückten rund 30 Einsatzkräfte mit 6 Fahrzeugen aus, um dem Tier zu Hilfe zu eilen.

Aufgrund unklarer Ortsangaben erkundeten die Fahrzeuge im Bereich zwischen Berenbusch und Meinsen verschiedene Anfahrtspositionen, bevor sie Höhe Tannenweg fündig wurden. Etwa 3 Meter vom Ufer entfernt konnte ein Fuchs gesichtet werden. Dieser wurde durch die Einsatzkräfte aus dem Wasser geborgen. Leider kam für das Tier jede Hilfe zu spät. Es wurde dem zuständigen Jagdpächter übergeben.

Die Aufregung an diesem Montag sollte jedoch nicht nachlassen. Wenige Minuten nach dem wöchentlichen Probealarm wurden die Einsatzkräfte des Löschzuges Nord aus Meinsen-Warber-Achum und Rusbend sowie der Schwerpunktfeuerwehr Bückeburg-Stadt zu einem Gebäudebrand nach Warber gerufen. Es mussten mehrere Personen aus dem Gebäude gerettet werden sowie ein Brand bekämpft werden. Der Alarm traf die Kameraden unvorbereitet, nur wenige Personen waren eingeweiht und wussten zum Zeitpunkt der Alarmierung, dass es sich um eine Übung handelt.

Nach diesem Arbeitsreichen Start in die Karwoche werden die Aktivitäten nicht weniger werden. Neben den regelmäßigen Ausbildungsdiensten steht die Woche auch bei den Bückeburger Ortsfeuerwehren ganz im Zeichen des Osterfestes. Die Vorbereitungen für die traditionellen Osterfeuer werden viel Arbeitskraft der Wehren, unter Beibehaltung der Einsatzbereitschaft, in Anspruch nehmen.

Die Freiwilligen Feuerwehren Bergdorf, Evesen, Meinsen-Warber-Achum, Müsingen, Rusbend, Röcke und Scheie freuen sich auf zahlreiche Besucher am Abend des Ostersamstages bei den Osterfeuern.

Text: S. Titze, Stadtpressewart Feuerwehr Bückeburg
Bild: F. Schubert & S. Titze Feuerwehr Bückeburg-Stadt