Gebäudebrand in Niedernwöhren

Am 24.01.2017 sind die Ortsfeuerwehren Hülshagen, Meerbeck-Niedernwöhren, Nordsehl-Lauenhagen, Pollhagen und Wiedensahl der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Niedernwöhren gegen 05:15 Uhr zu einem Gebäudebrand der Stufe B2 in einer Seitenstraße Niedernwöhrens gerufen worden.

Ein Teil des Gebäudes wird gewerblich genutzt, ein anderer Teil wird von drei Personen, die das Haus beim Eintreffen der Feuerwehr bereits verlassen haben, bewohnt. Holzbalken der Fachwerkgebäudewand und der Überdachung brannten. Die Feuerwehrfrauen und -Männer löschten zunächst die äußeren und leicht zugänglichen Teile. Ein Löschtrupp unter schweren Atemschutz kontrollierte mit einer Wärmebildkamera die Innenseite der betreffenden Wand. Nachdem dieses Feuer gelöscht worden ist und nur noch von kleineren Glutnestern im Inneren der Hauswand ausgegangen werden musste, konnten die Ortsfeuerwehren Hülshagen und Wiedensahl gegen 06:30 Uhr einrücken.

Um an die Glutnester des Schwelbrandes heranzukommen, mussten Holzbalken und Ziegelsteine aus dem Fachwerk sowie Dachziegel der Überdachung und des Hausdaches unter schweren Atemschutz herausgelöst werden. Dabei diente eine zweiteilige Steckleiter, eine Rettungsplattform, die sonst hauptsächlich bei Verkehrsunfällen mit größeren Lastkraftwagen eingesetzt wird und einem kleineren Baugerüst ähnelt, zahlreiche Beleuchtungsmittel, eine Rettungsmotorkettensäge, ein Halligan-Tool, ein Einreißhaken, sonstige kleine Werkzeuge zur technischen Hilfeleistung und eine Wärmebildkamera. Freigelegte Brandnester wurden sofort mit einem C-Hohlstrahlrohr gelöscht. Gleichzeitig entfernte ein Atemschutztrupp im Inneren des Hauses Teile der Hauswand, um an Glutnester zu kommen und setzte geringe Mengen an Löschwasser über ein C-Hohlstrahlrohr ein, um die Wasserschaden gering zu halten. Diese Maßnahmen waren erfolgreich, weshalb die beiden Ortsfeuerwehren Pollhagen und Nordsehl-Lauenhagen gegen 07:30 Uhr beziehungsweise gegen 07:50 Uhr einrückten, sodass ab diesem Zeitpunkt nur noch die Ortsfeuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren im Einsatz war und die Maßnahmen fortsetzte. Die Einsatzkräfte kontrollierten ebenfalls den Keller des Gebäudes mit einer Wärmebildkamera, konnten jedoch keine Glutnester feststellen. Gegen 08:40 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden, sodass einige weitere Einsatzfahrzeuge einrücken konnten. Verbleibende Einsatzkräfte setzten eine Kübelspritze ein, um vorsorglich die freigelegten Holzbalken mit Wasser und Netzmittel zu berieseln.

Insgesamt waren 6 Trupps unter schweren Atemschutz, sowie ein Sicherungstrupp in Bereitstellung, also insgesamt 14 Atemschutzgeräteträger, und insgesamt drei C-Hohlstrahlrohren im Einsatz. Zu Beginn des Einsatzes wurde die betreffende Straße vollständig gesperrt, gegen 08:00 Uhr wurde die Straßensperrung vollständig aufgehoben. Gegen 10:30 Uhr haben die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr die Einsatzstelle verlassen.

Im Einsatz waren 62 Feuerwehrfrauen und -Männer der Ortsfeuerwehren Hülshagen, Meerbeck-Niedernwöhren, Nordsehl-Lauenhagen, Pollhagen und Wiedensahl mit insgesamt 13 Einsatzfahrzeugen, vorsorglich ein Rettungswagen, sowie Polizei.

Text/Bild: M.Jedamzik Pressewart SG Niedernwöhren