JHV FF Wiedensahl

Am 17.02.2018 hat Ortsbrandmeister Andreas Hildebrandt die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Wiedensahl der Samtgemeinde Niedernwöhren im Wiedensahler Gemeindesaal geleitet.

Hildebrandt berichtete, dass der Carport für den Mannschaftstransportwagen trotz Verzögerungen im letzten Jahr fertig gestellt wurde und bei den traditionellen Maifeierlichkeiten genutzt und auch besichtigt wurde, und somit Jahre vor dem Flughafen seiner Heimatstadt Berlin fertiggestellt wurde. Die Ortsfeuerwehr wendet ihr Fokus im Bereich Ausbildung verstärkt im Bereich der Truppmannausbildung, um Quereinsteiger und Übertritte aus der Jugendfeuerwehr systematisch auszubilden und für weitere Lehrgänge auf Landkreisebene und an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz vorzubereiten. Dabei half auch die Ausbildungsgemeinschaft Absturzsicherung der Freiwilligen Feuerwehren Bückeburg, Rinteln und Rodenberg (wir berichteten). So werden im Jahr 2018 sieben Mitglieder an dem ersten Teil der Truppmannausbildung teilnehmen, woraus Hildebrandt schlussfolgert: „Können wir dieses in den kommenden Jahren weiterführen, sollte die Ortsfeuerwehr auch zukünftigen Anforderungen gerecht werden können.“ Er bedankte sich auch bei Dennis Heumann, der die neue Verwaltungssoftware „FeuerON“ mit den aktuellen Datensätzen gefüllt hat und einen Computer leihweise zur Verfügung stellte, und der Samtgemeindeverwaltung, die beabsichtigt, die für den weiteren, mittlerweile unumgänglichen Betreib der Software notwendigen Investitionen zu tätigen.

Michael Rösener, ein stellvertretender Ortsbrandmeister, berichtete von einem Brandeinsatz, einer Hunderettung, einem Unwettereinsatz, einer Brandsicherheitswache am Martinimarkt, was zusammen mit sonstigen Einsätzen insgesamt 13 Einsätze ergibt. Zusammen mit den 22 regulären Diensten, der traditionellen Feier am ersten Mai und der Unterstützung beim Max-und Moritz-Musical insgesamt 987 Stunden ergibt.

Der Jugendfeuerwehrwart Dennis Heumann berichtete von der Umweltaktion, bei der Kobel für Haselmäuse und Siebenschläfer gebaut und aufgestellt wurden, von Teilnahmen am Winter- und Samtgemeindewettbewerb, von einer Übung am Mittellandkanal und vom 14. Kreisjugendfeuerwehrzeltager in Rinteln. Das stark verregneten Wetter vermochte das abwechslungsreiche Programm nicht vollends zu vermiesen. Leider sei beim Zeltlager ein Pavillon, den Volker Scheibe der Kinder- und Jugendfeuerwehr gespendet habe, beim erstmal Mal zerstört worden. Um den Verlust des Pavillons auszugleichen wurde ein als Spardose umfunktionierter Feuerlöscher unter den Eltern und Gästen herumgereicht. Der Erlös kam zu gleichen Teilen der Kinder- und Jugendfeuerwehr zu.

Kinderfeuerwehrwart Volker Scheibe berichtete von 22 Diensten und Orientierungsmärschen in Bad Eilsen und Liekwegen, womit insgesamt gemeinsame und erfolgreiche 54 Stunden Dienst verbracht wurden. Dabei wurden die Plätze 37 von 46 beziehungsweise 4 von 10 belegt. Bei den Diensten und Wettbewerben stehe Gruppenarbeit stets an oberster Stelle. Neben dem Schaumburger Flori sind die Kinder auch an den Gebrauch von Feuerlöschern behutsam herangeführt worden. Daneben nahm die Kinderfeuerwehr am Kreiskinderfeuerwehrtag im Wisentgehege Springe teil und unterstützten die Feierlichkeiten der Ortsfeuerwehr Wiedensahl am 01.05.2018 mit einer Hüpfburg, einem Zuckerwattestand und Spielen für Kinder. Scheibe bedankte sich bei Landgärtnerei Christian Lehnert für die Blumenspenden und den Betreuern der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Als Highlight bezeichnete er die Beschaffung von einheitlichen T-Shirts für die Mitglieder der Kinderfeuerwehr mit einem farblichen Abdruck des Feuerdrachens, dem selbstgewählten Wappentier der Kinderfeuerwehr,  auf dem Rücken. Er bedankte sich bei den Sponsoren Ute und Robert Kiene der Robert Kiene GmbH, der Bäckerei Udo Wilkening, Anneliese Albrecht, dem Ortsbrandmeister Andreas Hildebrandt, den privaten Sponsoren und der Firma Esmatex für ein günstiges Angebot.

Zum Jahresende 2017 gehörten der Kinderfeuerwehr 9 Mädchen und 11 Jungen, der Jugendfeuerwehr 5 Mädchen und 12 Jungen, der Einsatzabteilung 26 Feuerwehrmänner und 4 Feuerwehrfrauen mit insgesamt 9 Atemschutzgeräteträgern, der Alters- und Ehrenabteilung 8 Kameraden an, was zusammen mit den Fördernden Mitgliedern insgesamt 287 Mitglieder ergibt.

Kassenprüfer Uwe Bulmahn bemerkte in seinem ansonsten humoristischen Anmerkungen, dass erstmalig alle Mitgliedsbeiträge ausschließlich überwiesen und nicht mehr teilweise in bar bezahlt wurden. Die Kassenführung Udo Wilkenings wurde ohne Gegenstimme vom Plenum für ordnungsgemäß befunden.

Von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung wechselten Laura Deterding, Nils Buhr und Niklas Schlotfeldt. Die drei werden allerdings bis ihrem altersbedingten Ausscheiden aus der Jugendfeuerwehr weiterhin am Jugendfeuerwehrdienst teilnehmen.

Geehrt wurden Ulf Thiemann und Michael Sendler (beide 25-jährige fördernde Mitgliedschaft); Horst Peeck, Helmut Scheer, Heinrich Peeck-Ruge d.Ä. und Dietmar Abel (alle 40-jährige fördernde Mitgliedschaft); Karl-Heinz Jeschke, Hermann Ronnenberg (beide 50-jährige fördernde Mitgliedschaft); Robert Kiene (60-jährige fördernde Mitgliedschaft); Heinrich Döhrmann (60-jährige passive Mitgliedschaft); sowie Willi Buhr (70-jährige passive Mitgliedschaft).

Daniel Bulmahn wurde mit dem Niedersächsischen Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre Dienstzeit ausgezeichnet. Karsten Schlosser wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Im Ortskommando gab es viele Neubesetzungen, wobei einige Kameraden teilweise nach mehreren Jahrzehnten aus dem Ortskommando ausschieden und andere erstmalig dem Kommando angehören, womit auch eine Verjüngung einherging. Kinderfeuerwehrwart Volker Scheibe, seine Stellvertreterin Silke Schlotfeldt, Jugendfeuerwehrwart Dennis Heumann, sein Stellvertreter Moritz Buhr und Atemschutzgerätewart Daniel Bulmahn stellten sich erneut zur Wahl. Volker Scheibe löst Detlef Huxoll als Gerätewart ab, Moritz Buhr wird sein Stellvertreter, Karsten Schlosser löst Rolf Stache als Sicherheitsbeauftragten ab, Jens Deterding löst Dirk Döhrmann als Schriftführer ab und Christian Peeck löst Udo Wilkening als Kassenwart ab. Alle Wahlen erfolgten ohne Gegenstimme. Hildebrandt dankte den ausgeschiedenen für ihre individuellen Charakterstärken und ihre langjährigen treuen Dienste und Erfahrungen, die ihm den Einstieg in das Amt des Ortsbrandmeisters erleichtert haben.

Samtgemeindebürgermeister Marc Busse erwähnte, dass die Versammlung in Wiedensahl für ihn dank der Blasmusik der Dorfkapelle Wiedensahl immer einen schönen Abschluss als letzte Feuerwehrversammlung bilde. Er hob vor allem die Erfolge der Jugendarbeit hervor, zeigte sich ob der Mitgliederzahlen begeistert und dankte allen Ehrenamtlichen.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehr und Kreisjugendfeuerwehr und berichtete von den Geschehnissen auf Landkreis- und Bundeslandesebene und warb für den Blaulichttag am 02.06.2018.

Der im letzten Jahr aus Altersgründen ausgeschiedene Gemeindebrandmeister Dieter Kappmeier berichtete von den Einsätzen und Anschaffungen auf Samtgemeindeebene und bedankte sich für die Arbeit der Einsatzabteilungen und den Betreuerinnen und Betreuern der Nachwuchsabteilungen.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Wolfgang Abel berichtete von den Wettbewerben und Tätigkeiten der Jugendfeuerwehren des vergangenen Jahres und dankte allen Betreuerinnen, Betreuern und Unterstützern der Jugendarbeit.

Gemeindedirektor Ralph Dunger überbrachte die Grüße des Gemeinderates Wiedensahls. Er sei sehr stolz, dass er an der nördlichen Seite des Mittellandkanals eine starke Freiwillige Feuerwehr habe und hob die starken Leistungen der Jugendarbeit hervor.

Die Feuerwehrtheaterfrauen der Ortsfeuerwehr trugen anlässlich ihres Debüts auf der Versammlung vor 30 Jahren eine Chronik über vergangene Auftritte, die Teilnahmen am jährlichen 11-Meterschießen der örtlichen Vereine, Kaffee- und Kuchenausgaben beim Schützenfest Wiedensahls, an den Maifeiern oder an 850 fahrradfahrerende Feuerwehrmänner- und Frauen der Aktion „Feuerwehr bewegt!“ im Jahr 2007, Theaterabende und auch Fahrten zu Musicals vor. Mit den Einnahmen aus den Vorführungen unterstützten sie auch die Ortsfeuerwehr, beispielsweise indem sie einen Elektroherd für das Feuerwehrhaus finanzierten oder der Jugendfeuerwehr zu deren Gründung ein Startkapital übergaben. Highlights waren ein Auftritt in der NDR Plattenkiste und das Max-und-Moritz-Musical unter der Leitung von Thomas Eickhoff im vergangenen Jahr. Sie dankten ihren Feuerwehrkameradinnen und -Kameraden, den professionellen Friseurinnen und Maskenbildnerinnen Bianca Reichwage und Hannelore Zielonka und dem treuen Publikum. Zum Abschluss gaben sie noch ein Theaterstück über die zwei fiktiven Ortsfeuerwehren der realen Ortsteilen Neernenne und Obernenne der Gemeinde Wiedensahls. Die beiden Ortsfeuerwehren erreichten zur selben Zeit den selben Einsatz und stritten darüber, in welchen Aufgabenbereich dieser Einsatz falle, sodass die Besitzerin des brennenden Stalls während des Streites das Feuer mit den Feuerlöschern selbst löschte.

Die Dorfkapelle Wiedensahl unterhielt während und nach der Versammlung mit einem Mix aus Märschen, Filmmusik und populärer Musik. So verabschiedete sie sich mit ihrer Uraufführung des Beatles-Klassikers „Hey Jude“ mit ihrem musikalischem Leiter Michael Tillmann an der Posaune als Solisten.

Zu den Terminen 2018:

Die Kinder- und Jugendfeuerwehr werden am 01.05.2018 zusammen den 10. und 20. Geburtstag auf dem Marktplatz mit Unterstützung der Einsatzabteilung in Wiedensahl feiern. Für Kinder- und Jugendfeuerwehren wird zusätzlich zu den regulären, traditionellen Maifeier der Ortsfeuerwehr Wiedensahl ein Orientierungsmarsch ausgerichtet.

Am 13.10.2018 richtet die Ortsfeuerwehr ein öffentliches Preisknobeln aus.

Text/Bild: M. Jedamzik, Pressewart SG Niedernwöhren