Katastrophenschutz ist Thema des Abends

 

Am Freitag fand die Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Schaumburg im Brückentorsaal in Rinteln statt. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote eröffnete die Versammlung und begrüßte alle delegierte und Gäste.

Grote berichtete in seinem Bericht von den leicht gestiegenen Mitgliederzahlen auf 3463 Kameraden (SB), wovon 570 weibliche Feuerwehrfrauen dabei sind. 234 Kameraden engagieren sich in den 4 nebenberuflichen Werkfeuerwehren, wo letztes Jahr die Werkfeuerwehr Agaplesion dazugekommen ist.

Er berichtete außerdem von 1234 geleisteten Hilfeleistungseinsätzen und insgesamt 625 Brandeinsätzen. Bei den Brandeinsätzen waren es 130 Entstehungsbrände, 217 Kleinbrände, 93 Mittelbrände und 39 Großbrände. Außerdem mussten die Feuerwehren zu 525 Fehlalarmen ausrücken. Grote betonte, dass dieses ein Anstieg zu den Vorjahren ist. Er bedankte sich bei allen Kameraden für die geleisteten Einsätze in 2017 und betonte „Viele dieser Einsätze gehen oft an die persönliche Belastungsgrenze und sind nur in der Gemeinschaft erfolgreich zu leisten“.

In der Kreisausbildung wurden insgesamt 28 Lehrgänge angeboten. Davon waren 6 Truppmannausbildung Teil 1, 6 Lehrgänge Sprechfunk, 6 Lehrgänge Maschinist, 5 Lehrgänge Atemschutzgeräteträger und 3 Lehrgänge im Bereich Gefährliche Stoffe. Darüberhinaus wurde für 635 Kameraden ein Leistungsnachweis im beriech Atemschutzgeräteträger durchgeführt. In der Kreisausbildung sind aktuell 40 Kreisausbilder tätig. Grote berichtete außerdem über die Platzprobleme an der Feuerwehrtechnischen Zentrale und freute sich, dass hier  ein Grundstück zur Erweiterung erworben wurde und es auf lange Sicht Besserung geben wird. Er verwies nochmal auf den 2.6.2018, dort findet in Rinteln am Weseranger der Blaulichttag der Hilfsorganisationen im Landkreis statt. Das neue TLF 4000 (Tanklöschfahrzeug 4000) für die Kreisfeuerwehr soll noch in diesem Jahr geliefert werden. Eine Neubeschaffung vom Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz (GW-AS) und Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) hat begonnen.

Zum Thema Katastrophenschutz berichtete Grote, dass keins der Löschfahrzeuge für den Katastrophenschutz einsatzbereit ist und hier dringend auf Ersatz gewartet wird. Für dieses Jahr wurde eine Ankündigung für einen Schlauchwagen 2000 gemacht, aber dazu kann man noch nichts näheres sagen.

Dirk Hahne berichtet von 348 Kameraden, die einen Lehrgang an der NABK in Celle oder Loy besucht haben. Angefordert wurden insgesamt 531, was eine Zuteilung von 65% ist.  Dieses Jahr wird die Zuteilung vermutlich bei 76% liegen. Dieses resultiert zum einen an der Tatsache, dass der Stau an Lehrgängen sich langsam abbaut und das Konzept der Landesregierung Früchte trägt. Zum anderen führen wir  Lehrgänge im Bereich Truppführer und Technische Hilfeleistung auf Kreisebene durch.

Weiterhin berichtete Hahne über die Technische Einsatzleitung (TEL). Diese besteht aus 26 Mitgliedern, wovon auch mehrere Fachberater zum Beispiel vom THW oder Sanitätsdienst sind. Sie führten 12 Übungsdienste durch und waren zusammen mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Süd im Juli in Alfeld im Hochwassereinsatz.

Der Fernmeldezug hat aktuell 27 Mitglieder, wovon 4 im letzten Jahr dazugekommen sind. Die Kameraden haben hauptsächlich Aus und Fortbildung an ihrem Hauptarbeitsgerät, dem ELW2, durchgeführt. Außerdem nahmen sie der Übung von der KFB Nord teil und waren ebenfalls mit im Hochwassereinsatz. Unterstützend wurden sie der Kreisjugendfeuerwehr im Zeltlager tätig. Die Fernmelder errichteten und betrieben ein Telefon und Datennetz und stellten die ständige Erreichbarkeit des Zeltlagers sicher. Zusätzlich sicherten sie mit dem TLF der Kreisfeuerwehr den Brandschutz.

Neben der ganzen Arbeit wurde vom Fernmeldezug ein MTW zu einem ELW1 umgebaut. Hier gab es insgesamt 382 Stunden dran zu tun. Die Hauptarbeit mit 320 Stunden leisteten hier die beiden leider Stefan Bradtmöller und Oliver Willert.

Bei den Kreisfeuerwehrbereitschaften war letztes Jahr auch wieder viel Los. Die KFB Süd war wie bereits erwähnt im Juli in Alfeld im Einsatz. Zu dem Einsatz führten die Kameraden aus dem Süden mehrere Dienste durch und die Führungskräfte trafen sich zu Besprechungen. Personelle Veränderungen gab es in der Position des stlv. Bereitschaftsführers. Hier trat Andreas Seele zurück und Peter Kipper daraufhin neu eingesetzt.

Im Norden wurde eine Bereitschaftsübung beim THW in Bad Nenndorf durchgeführt und ebenfalls einige Dienste und Besprechungen der Führung. In der Führung gab es auch hier einige Personelle Veränderungen. Aufgrund des neuen Postens für Joachim Muth, ist Marc-Henning Kommerein nun neuer Bereitschaftsführer. Sein Stlv. Roland Kramer, schied wegen alters aus. Hier wurde Kim Röhrbein neu eingesetzt.

Joachim Muth berichtete über die 100 Kameraden der Umweltschutzeinheit (USE). Diese musste mit ihren Teileinheiten zu insgesamt 16 Einsätzen ausrücken. Darüber hinaus wurde vom GW-G Zug der USE eine 3 Tages Übung durchgeführt. Neu in Dienst genommen wurde die Messleitkomponente und der dazu passende Messleitwagen. Hier gab es auch personelle Veränderungen. Steffen Scholz ist als Stv. Staffelführer verabschiedet worden und Claus-Dieter Lorenz-Ritter dafür neu eingesetzt worden. Im ABC-Zug wurde Zugführer Jens Brackmann verabschiedet und Tim Schinz als Nachfolger ernannt. Nils Löseke ist sein neuer Stellvertreter.

Joachim richtete die grüße vom Kreissicherheitsbeauftragtem Karsten Flohr aus, der wegen einem kleinen Missgeschick verhindert war. Es kam 2017 zu insgesamt 99 gemeldeten Unfällen im Einsatz und Übungsdienst.

Der Fachbereich Wettbewerbe richtete den Regionalentscheid der LFV Bezirksebene Hannover aus. Dieser wurde im Mai in Stadthagen durchgeführt. Ab diesem Jahr werden neue Wettbewerbsrichtilinien eingeführt.

Außerdem berichtete Muth über die Brandschutzerziehung. 1996 Kinder und 742 Erwachsene wurden als Teilnehmer im letzten Jahr ins insgesamt 278 stunden geschult.

Aus dem Bereich der Feuerwehrmusik berichtete er über die proben der Musikzüge und die Auflösung des Blasorchesters der Feuerwehr Rinteln.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit berichtete Muth über das Team Presse, was unter dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ in den letzten Jahren  ein System aus Facebook, Twitter, einer App und einem Newsletter ein Gutes System ausgebaut hat.

Die Kreisjugendfeuerwehrwartin Silke Weibels berichtete über die Arbeit der Kreisjugendfeuerwehr. Hier das größte Thema war das Kreiszeltlager in Rinteln.

Beförderungen

Mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille wurden Landrat Jörg Farr, Samtgemeindebürgermeister aus Nienstädt Dietmar Köritz und Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes Bernd Gerberding ausgezeichnet.

Die Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenmedaille bekam der Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Auetal Olaf Humke.

Im Bereich der Feuerwehren bekamen Abschnittsleiter Süd und Stlv. Kreisbrandmeister Dirk Hahne und Stadtbrandmeister Rinteln Friedel Garbe das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Gleiches in Silber erhielten Stlv. Gemeindebrandmeister aus Niedernwöhren Stefan Ahrens und Andreas Kölle aus Apelern.

Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze bekamen der Stlv. Ortsbrandmeister aus Lauenau Stefan Ostermeier, der Ortsbrandmeister aus Rodenberg Thomas Böhm,  der Stlv. Kreisjugendwart Frank Prietzel, der Ortsbrandmeister aus Engern Thomas Reese und der Stlv. Ortsbrandmeister aus Gelldorf Achim Pohl.

Die Ehrenmedaille mit Bandschnalle des Kreisfeuerwehrverbandes Schaumburg bekamen Oliver Willert, Stefan Bradtmöller vom Fernmeldezug und Sven Geist vom Team Presse.

In den Nachfolgenden Grußworten berichtete Landesbranddirektor Jörg Schallhorn, dass das Problem mit dem Katastrophenschutz im ganzen Land und nicht nur in Schaumburg ein Thema ist.

Die Politischen Gäste griffen das Thema wieder auf und versprachen sich in Berlin und dem Landtag für Schaumburg und Niedersachsen einzusetzen.

Text: Team Presse, Kreisfeuerwehr