Großübung im Schwimmbad Lindhorst

Kurz nach 18.00 Uhr am Montag alarmierte die Integrierte Regionalleitstelle Schaumburg/ Nienburg alle Feuerwehren der Samtgemeinde Lindhorst sowie die Umweltschutzeinheit des Landkreises Schaumburg zum Hallenbad Lindhorst.

Dort kam es aufgrund eines technischen Defektes zum Austritt von Chlorgas im Technikraum.

Durch die Warnanlage wurden die Mitarbeiter und Besucher gewarnt und konnten das Schwimmbad verlassen.

Beim öffnen der Tür des Technikraumes atmete ein Mitarbeiter das giftige Gas ein und brach zusammen.

Zwei weitere Mitarbeiter des Bades stürzten auf dem Weg zum Technikraum und kippten einen Kanister mit einem Desinfektionmittel um, das dabei auslief.

Dieses Szenario galt es für die erst eintreffende Feuerwehr aus Lindhorst und der Umweltschutzarbeit abzuarbeiten.

Da einige parkende Fahrzeuge die Hydranten in der Nähe des Bades blockierten mußte das Wasser über eine lange Wegstrecke mehrere Hundert Meter zur Einsatzstelle gefördert werden.

Desweiteren wurde mittels eines Wassernebels das Chlorgas niedergeschlagen. Die geretteten Personen wurden im Duschzelt dekontaminiert und dann dem Rettungsdienst übergeben.

Unter Chemikalienschutzanzügen gingen Kameraden der Umwelschutzeinheit in den Technikraum vor um die Leckage zu schließen und die ausgelaufenden Chemikalien zu binden.

Ebenfalls wurden Messungen in der näheren Umgebung des Schwimmbades durchgeführt.

Nach zweieinhalb Stunden beendeten die etwa 100 Einsatzkräfte die Übung.

Nach einer kurzen Manöverkritik konnten die Einheiten wieder einrücken.

Text/Bild: S. Geist, Team Presse Kreisfeuerwehr