Übung des ersten Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord

Am 29.09.2017 hat der erste Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord, der als Fachzug für Brandbekämpfung und besondere Aufgaben aufgestellt ist, ab 19:00 Uhr eine Bewegungsfahrt und eine Zugübung absolviert.

Der Übungsdienst begann mit einer Bewegungsfahrt im geschlossenen Verband, der von den Kraftradmelder abgesichert worden ist. Während der Fahrt wurden der Verband plötzlich gegen 19:30 Uhr zu einer Einsatzbrandbekämpfungsübung, welche nur wenigen eingeweihten Führungskräften bekannt war, zu einem abgelegenen landwirtschaftlich-genutzten Areal Nordsehls gerufen. Dort wurde angenommen, dass mehrere Strohballen brennen. Daher galt es, die Strohballen zu löschen und den Wald drumherum vor einen Flammenübergriff zu schützen. Zwei Tragkraftspritzen pumpten das Löschwasser aus dem Mittellandkanal über zwei parallele B-Leitungen zu zwei in Löschfahrzeugen eingebaute Feuerlöschkreiselpumpen. Die etwa 2000 Liter Löschwasser pro Minute mussten knapp 300 Meter Entfernung und etwa 25 Meter Höhenunterschied überwinden. Erschwert wurde die Wasserförderung zudem dadurch, dass die ganze Förderstrecke nur einspurig befahrbar war und weder ein Schlauchwagen, noch ein Gerätewagen-Logistik mit einer Wasserförderungskomponente zur Verfügung standen, weshalb die Leitungen zeit- und personalaufwändig durch viele Einsatzkräfte in mühsamer Handarbeit verlegt werden mussten. Da zudem die größeren Fahrzeuge auf dem Areal nicht wenden konnten, mussten sie nach der Einsatzübung das Gelände rückwärts verlassen, was die Fahrzeugführer zusätzlich zu den Höhenunterschieden und dem unbefestigten Untergrund gefordert hat. Das Löschwasser wurde über zwei C-Hohlstrahlrohre, einem B-Hohlstrahlrohr und einem auf einem Fahrzeugdach montierten Hohlstrahlrohr-Wasserwerfer auf die Brandlast aufgetragen beziehungsweise zur Abriegelung des angrenzenden Waldes aufgewendet.

Da die Sicht durch die Dunkelheit stark eingeschränkt war, leuchteten die Einsatzkräfte die weiträumige Einsatzstelle mit zahlreichen Beleuchtungsmitteln aus. Während der Übung wurden vom Betreiber zwei Personen als vermisst gemeldet, obgleich er beim Eintreffen der Einsatzkräfte eine entsprechende Anfrage verneinte. Mehrere mit der Personensuche beauftragte Einsatzkräfte, die mit der neuen Wärmebildkamera der Ortsfeuerwehr Nordsehl-Lauenhagen ausgerüstet waren, fanden die beiden durch Puppen dargestellten Personen schließlich, führten bei einer eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und überantworteten beide in die Obhut des simulierten Rettungsdienstes.

Die Übung wurde gegen 20:40 Uhr beendet. Nach dem Abbau und der Ankunft aller Ehrenamtlichen im Feuerwehrwehrhaus der Ortsfeuerwehr Nordsehl-Lauenhagen nahmen die Einsatzkräfte nach einer Übungsbesprechung gegen 21:40 Uhr eine Stärkung ein.

Die Übung hat der stellvertretende Ortsbrandmeister Gregor Zimmermann der Ortsfeuerwehr Nordsehl-Lauenhagen ausgearbeitet. An der Übung haben der Einsatzleitwagen 1 der Ortsfeuerwehr Wölpinghausen, das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank der Ortsfeuerwehr Wiedenbrügge, das Tanklöschfahrzeug 8/18 der Ortsfeuerwehr Sachsenhagen (alle aus der Samtgemeinde Sachsenhagen), das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 10 und der Mannschaftstransportwagen der Ortsfeuerwehr Lauenhagen (beide aus der Samtgemeinde Niedernwöhren), das Löschgruppenfahrzeug 8/6 der Ortsfeuerwehr Lüdersfeld (Samtgemeinde Lindhorst) und zwei Kraftradmelder der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord mit insgesamt 42 Feuerwehrfrauen und -Männer teilgenommen.

 

Text/Bild: M. Jedamzik, Pressewart SG Niedernwöhren