Rettungskräfte proben Rettung zahlreicher Verletzter

 

Die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) des Landkreises Schaumburg, hat zusammen mit dem Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Feuerwehr Pohle eine gemeinsame Übung durchgeführt. Ziel war es, die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen und der ÖEL bei einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ zu trainieren.

ls Szenario für die etwa 50 Übungsteilnehmer wurde ein Verkehrsunfall mit sieben verletzten Personen angenommen. Dazu hatte die Firma Autorecycling Lauenau zwei alte Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, die an der Einfahrt zum Pohler Gewerbegebiet in Position gebracht wurden. Die Notfalldarstellungsgruppe des DRK Sachsenhagen, deren Mitglieder sich auf die realistische Darstellung von Unfallopfern spezialisiert haben, stellte die täuschend echt geschminkten Verletztendarsteller.

Gegen 09.15 Uhr ging der Notruf in der Integrierten Regionalleitstelle Schaumburg/Nienburg in Stadthagen ein. Kurze Zeit später ertönten in Pohle die Sirenen und riefen die Feuerwehrleute zum Einsatz. Parallel wurden die Rettungskräfte des DRK und die ÖEL alarmiert.

Im Minutentakt trafen die Rettungskräfte an der Einsatzstelle an. Die Feuerwehr erkundete die Lage und bereitete alles für die Rettung der eingeklemmten Personen aus den Fahrzeugen vor. Nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes begann die Rettung der Unfallopfer.

Die Organisatorischen Leiter der ÖEL übernahmen vor Ort Aufgaben der Regionalleitstelle und koordinierten vornehmlich die Arbeit des Rettungsdienstes. Die Leitenden Notärzte arbeiteten eng mit den Rettungskräften zusammen und legten beispielsweise die Reihenfolge der zu rettenden Verletzten fest.

Mit hydraulischen Rettungsgeräten entfernten die Feuerwehrleute die Türen der Unfallfahrzeuge. Dadurch schufen sie einen Zugang, der die Befreiung der eingeschlossenen Personen ermöglichte. Nach der Rettung aus dem Fahrzeug brachten die Rettungskräfte die Verletzten zu einem Sammelplatz. Hier erfolgte die weitere Versorgung, bevor der Transport ins Krankenhaus erfolgte.

Nach etwa einer Stunde im strömenden Regen endete die Einsatzübung, die auch von Vertretern des Landkreises, des DRK-Rettungsdienstes und der Feuerwehr beobachtet wurde. Die Erkenntnisse der Übung werden in den nächsten Wochen aufbereitet. Mögliche Optimierungen fließen dann in das Gesamtkonzept ein, um die Arbeit noch effektiver zu gestalten.

Im Einsatz waren vier Rettungswagen und vier Krankentransportwagen. Dabei handelte es sich um Reservefahrzeuge und Einheiten des DRK-Einsatzzuges, die von ehrenamtlichen Mitgliedern des DRK besetzt wurden. Die Feuerwehr Pohle war mit zwei Löschgruppenfahrzeugen an der Einsatzstelle.

 

Text/Bild: M. Thiele, Presseteam Kreisfeuerwehr