Uwe Blume als Abschnittsleiter verabschiedet

 

Vertreter von Landkreis und Feuerwehr, allen voran Landrat Jörg Farr und Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, verabschiedeten den Leiter des Brandschutzabschnitts Nord – Uwe Blume – in den Feuerwehrruhestand. Der Rieher Blume bekleidete im Laufe von mehr als 40 Jahren verschiedene Führungspositionen in der Ortsfeuerwehr, auf Gemeinde- und auf Kreisebene.

Mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze von 63 Jahren endet für Uwe Blume nun die aktive Laufbahn in der Feuerwehr. Begonnen hatte sie im April 1975, als er mit 21 Jahren als Quereinsteiger ohne Jugendfeuerwehrerfahrung in die Freiwillige Feuerwehr Riehe eintrat. Dort übernahm er recht bald Führungsaufgaben, zunächst als Jugendfeuerwehrwart, dann als stellvertretender Ortsbrandmeister und später dann Ortsbrandmeister. Auch auf Gemeindeebene engagierte sich Blume: als Gemeindejugendfeuerwehrwart, stellvertretender Gemeindebrandmeister und Gemeindebrandmeister in der Samtgemeinde Nenndorf.

2010 wählten ihn die Ortsbrandmeister im Brandschutzabschnitt Nord dann zum Abschnittsleiter. In diesem Amt war er seitens der Kreisfeuerwehr der Ansprechpartner für die Umweltschutzeinheit, Sicherheit, die Brandschutzerziehung, Wettbewerbe und das Feuerwehrmusikwesen.

Für sein herausragendes Engagement wurde Uwe Blume 2013 mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold und in diesem Jahr dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande des Landes Niedersachsen geehrt.

Landrat Jörg Farr dankte Blume für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Für solch ein Engagement für die Schaumburger Feuerwehren brauche es Leidenschaft, Begeisterung und Verantwortungsgefühl. Dieses alles brachte Blume mit. Wichtig waren ihm immer auch der Umgang miteinander und die Kameradschaft.

Ein besonderes Augenmerk richtete er auf die Ausbildung. Uwe Blume begründete 1980 die Ausbildungssparte „Sprechfunk“ mit. Als Kreisausbilder fungiert er bis heute und ist Tausenden Schaumburger Feuerwehrleuten, die im Laufe der Jahrzehnte die Ausbildung absolviert haben, wohlbekannt. Insbesondere die deutliche Aussprache ist dabei sein Markenzeichen. „Uwe Blume aus Riehe“, verdeutlichte Farr den zustimmend nickenden und lächelnden Zuhörern.

Auch über die Grenzen Schaumburgs hinaus schätzt man Blumes Sachverstand. Im Bereich der Leistungswettbewerbe hat er sich auf der Bezirksebene Hannover des Landesfeuerwehrverbandes hervorgetan.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote würdigte das Jahrzehnte währende Engagement Blumes und hob die Arbeit hervor, die mit der Übernahme von Führungsaufgaben in der Feuerwehr verbunden sind. Ständige Erreichbarkeit, Verzicht auf viel Freizeit und ein hoher Verwaltungsaufwand gehen heute mit diesen Aufgaben einher.

Zum Abschluss seiner Rede ehrte der Kreisbrandmeister Uwe Blume mit der Ehrenmedaille mit Bandschnalle des Kreisfeuerwehrverbandes Schaumburg. Er würdigte damit die herausragenden Leistungen Blumes für das Feuerwehrwesen im Landkreis Schaumburg.

Als Nachfolger Blumes wurde bereits Joachim Muth gewählt. Muth ist Gemeindebrandmeister in Sachsenhagen und bereits seit vielen Jahren stellvertretender Abschnittsleiter und Leiter der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord.

Neuer stellvertretender Abschnittsleiter wird der Rodenberger Marc-Henning Kommerein. Kommerein fungiert bereits als Zugführer in der Kreisfeuerwehrbereitschaft und in der Ortsfeuerwehr Rodenberg. Er übernimmt zudem von Muth das Amt des Bereitschafsführers der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord.

In den kommenden Jahren erwarten die beiden neuen Führungskräfte viele Aufgaben. So müssen der Fuhrpark der Kreisfeuerwehr und die Feuerwehrtechnische Zentrale in Stadthagen modernisiert werden.

Uwe Blume selbst blickte mit Zufriedenheit auf seine Feuerwehrkarriere zurück. Sie begann damit, dass er eines Tages unverhofft den Posten des Jugendfeuerwehrwartes in Riehe übernahm, trotz einer vorherigen Ermahnung seiner Frau, eben kein Amt zu übernehmen. Geplant war, dass er nur für ein Jahr als Jugendwart die Jugendfeuerwehr leitet. Daraus wurden elf Jahre und nachfolgend viele Ämter mehr.

Zur Laufbahn eines Feuerwehrmannes gehören auch die Einsätze. Blume erlebte viele Einsätze. Darunter auch Großbrände und Einsätze mit Toten und Verletzten. Besonders in Erinnerung bleibt ihm ein Feuer in Lauenau, zu dem die Feuerwehr Bad Nenndorf ausgerückt war und er als Gemeindebrandmeister ebenfalls vor Ort war. Auf der Rückfahrt wurde er in einen schweren Unfall verwickelt und verletzt.

Für den Feuerwehrruhestand sind schon erste Pläne gemacht, auch wenn ihn die Feuerwehr nicht loslassen wird. Bis zum nächsten Jahr bleibt er auch noch stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes.

Seinen Nachfolgern gab Blume den Rat, ihren eigenen Weg zu finden. In der Kreisfeuerwehr habe man die Möglichkeit, recht frei zu arbeiten und die Zukunft zu gestalten.

Text/Bild: M. Thiele, L. Nerge, Team Presse Kreisfeuerwehr