Feuerwehralarmübung in und um Gewerbebetrieb

Am 23.05.2017 sind die Ortsfeuerwehren Meerbeck-Niedernwöhren und Wiedensahl der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Niedernwöhren gegen 18:35 Uhr zu einer Übung bei einem Gewerbebetrieb an der Hauptstraße in Wiedensahl alarmiert worden.

In der Übung wurden zwei Szenarien bewältigt: Ein Personenkraftwagen verunglückte mit zwei eingeklemmten Personen. Die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren betreuten die beiden Personen psychologisch und medizinisch und retteten schonend schließlich die beiden Personen mit einem hydraulischen Rettungssatz. Erschwert wurde die Rettung durch die Lage des Personenkraftwagen, durch die nicht von allen Seiten an dem Fahrzeug gearbeitet werden konnte. Außerdem stellten sie vorsorglich den Brandschutz im Bereich des Personenkraftwagens sicher.

Im anderen Szenario, welches parallel von beiden Ortsfeuerwehren zusammen bewältigt wurde, mussten zwei Personen in dem durch eine Nebelmaschine stark verrauchtem ersten Obergeschoss des Gewerbebetriebes gerettet werden und ein Brand im Innern löschen. Insgesamt wurden hierbei 10 Einsatzkräfte in fünf Trupps unter schwerem Atemschutz mit zwei C-Hohlstrahlrohren, zwei Brandfluchthauben, die Opfer während der Rettung vor gefährlichen Brandgasen schützen, und einer Wärmebildkamera eingesetzt. Einstieg, Ausstieg und Rettung der Personen in das Gebäude erfolgte direkt in das erste Obergeschoss über eine zweiteilige Steckleiter. Gegen Ende der Übung kam es noch zu einem inszenierten Atemschutznotfall, bei dem angenommen wurde, dass ein im Innenangriff eingesetzter Atemschutzgeräteträger sein Bewusstsein verlor. Ein Sicherheitstrupp unter schwerem Atemschutz rettete zusammen mit dem verbliebenden Kameraden des Truppes den verunglückten Kameraden. Während die beiden zu rettenden Personen vorher noch unter eigener Kraft die Leiter herabsteigen konnten und dabei lediglich betreut und zur Sicherheit angeleint wurden, wurde der verunglückte Kamerad mit einer so genannten „Rettungswindel“ entlang der Steckleiter aus dem Gebäude gerettet. Bei der Rettungswindel wird die zu rettende Person in ein nur aus flexiblen Textilien bestehende Rettungstuch mit Bandschlingen und Seilen so eingewickelt, dass sie sicher transportiert werden kann. Für die Wasserversorgung mussten 120 Meter B-Schläuche zu einem Unterflurhydranten in der Schützenstraße verlegt werden.

Die Gesamtübung wurde gegen 20:00 Uhr beendet. Die Hauptstraße wurde während der Übung auf einer Spur gesperrt. An der Übung haben 39 Feuerwehrfrauen und -Männer der Ortsfeuerwehren Meerbeck-Niedernwöhren und Wiedensahl teilgenommen. Die Alarmübung haben die Atemschutzgerätewarte Daniel Bulmahn und Volker Scheibe aus Wiedensahl gestaltet. Bei einer Alarmübung werden nur wenige Einsatzkräfte eingeweiht, sodass die meisten Einsatzkräfte erst bei Übungsende erfahren haben, dass es sich nicht um einen echten Einsatz handelt. Entsprechend erfolgt die Anreise auch mit Einsatzhorn und blauem Blinklicht.

Text/Bild: M. Buhr / T. Brandenburg Feuerwehr Wiedensahl, M. Jedamzik Pressewart SG Niedernwöhren