Großübung in der Samtgemeinde

 

Ständig für den Ernstfall bereit zu sein gehört zu den Aufgaben eines jeden Feuerwehrangehörigen. Das setzt aber auch ständiges Training und Lernen voraus. Aus diesem Grund haben die Feuerwehren der Samtgemeinde Eilsen am vergangenem Mittwoch gleich mehrere Großübungen durchgeführt.

In Luhden wurde im Rahmen des normalen Übungsdienstes die technische Hilfe bei einem Verkehrsunfall geprobt. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Mitten in der praktischen Ausbildung wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall alarmiert. In Windeseile luden die Einsatzkräfte sämtliche Gerätschaften wieder auf das Fahrzeug und machten sich auf den Weg zur Einsatzstelle. Das Einsatzszenario war dabei so realistisch, dass die Einsatzkräfte sogar bei erreichen des Unfallortes noch nicht sofort erkannten, dass es sich um eine Übung handelte. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter ergab sich dann schließlich ein klares Bild der Übungslage: Ein Fahrzeug hatte ein Fahrradfahrer angefahren und überfuhr, beim Versuch auszuweichen, einen Fußgänger. Sowohl der Radfahrer als auch der Fußgänger, welcher sich immer noch eingeklemmt unter dem Fahrzeug befand, waren schwer verletzt. Die Fahrerin des Kleinwagens stand unter Schock und musste von der Feuerwehr erst gefunden und dann betreut werden. 

„Die Übung war ein voller Erfolg!“, sagte Daniel Bölsing, Organisator der Übung, im Anschluss. „Die beteiligten Personen wurden sehr gut betreut und der eingeklemmte Fußgänger schnell befreit“, schilderte er weiter.

Zeitgleich führten die Ortswehren Buchholz und Bad Eilsen eine gemeinsame Übung der anderen Art durch. Tim Hornig organisierte an der Schlingmühle eine Brandübung. Simuliert wurde ein sich mehrere hundert Quadratmeter erstreckender Flächenbrand auf einer Waldlichtung. Das Feuer drohte bereits auf den angrenzenden Wald überzugreifen. Oberstes Ziel war es also dies zu verhindern. Neben der Taktik wurde besonders der Umgang mit der Waldbrandausrüstung, sowie die Wasserentnahme aus einem fließendem Gewässer geprobt. Aufgrund der schweren Erreichbarkeit der Brandstelle, musste auch die Fahrzeugaufstellung gut geplant werden. Auch hier wurde ein sehr positives Fazit der Übung gezogen. 

Übungen dieser Art sind ein wichtiger Bestandteil für ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr. Sie tragen zur ständigen Einsatzbereitschaft bei und sorgen für eine professionelle Zusammenarbeit im Ernstfall. Umso schöner ist es, dass sich immer wieder Feuerwehrangehörige bereit erklären solche Übungen zu organisieren. Ebenfalls hervorzuheben ist der Einsatz der Freiwilligen, welche mit großem schauspielerischem Einsatz verletzte Personen oder Beteiligte spielen und so zu einem sehr realistischem Szenario beitragen.

 

Text/Bild: D. Held, Pressewart SG Bad Eilsen