Zum Wohle der Versicherten

 

Die Frauen und Männer der Feuerwehr gehen im Einsatzfall ein hohes Risiko ein. Sie setzen ihr eigenes Leben ein, um andere aus kritischen Situationen zu retten. Der überwiegende Teil der deutschen Feuerwehrleute macht diese Arbeit ehrenamtlich. Also neben Familie und Beruf opfern sie ihre Freizeit für das Wohl anderer. Diese Leistung ist sehr hoch einzuschätzen.

Bereits 1923 erkannte man diese besondere Leistung und gründete die „Sterbekasse der Feuerwehren“, als soziale Einrichtung. Damals wie heute stand der soziale Gedanke, die Vorsorge für Familien und Angehörige für Mitglieder der Feuerwehr, im Zentrum des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit.

Nur wenige kennen die Einrichtung, welche ihr Büro im Bückeburger Feuerwehrhaus hat. Von dort aus wird die Verwaltungsarbeit durchgeführt.

Zu ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung trafen sich der Vorstand sowie die Bevollmächtigten der angeschlossenen Feuerwehren und Einzelmitglieder im Rathaussaal Bückeburg.

Vorsitzender Klaus-Peter Twistel legte in seinem Bericht zahlreiche Informationen zum abgelaufenen Geschäftsjahr den Anwesenden vor. Am 31. Dezember gehörten 15321 Personen mit 3104 Versicherungen zur Sterbekasse. Bei insgesamt 249 Sterbefällen wurde die Sterbekasse tätig.

Auf die Finanzsituation sowie die Arbeit der Geschäftsstelle ging im weiteren Verlauf Kirsten Schmöe ein.

Die Beitragseinnahmen sind um 4,63% auf 203313,62 Euro gestiegen. Allerdings sind auch die Ausgaben gestiegen, da insbesondere durch Verwaltungsakte erhöhte Kosten entstehen. Schmöe bat darum, der Geschäftsstelle die Arbeit zu erleichtern und beispielsweise bei Abmeldungen von Mitgliedern die Adresse mit anzugeben. So können unnötige Kosten für Auskünfte bei den Einwohnermeldeämtern gespart werden. „Wir wollen die Verwaltungskosten so gering wie möglich halten, um mehr Geld für unsere Versicherten zu haben.“ berichtet sie in ihrer Rede.  Hierdurch konnte im Jahr 2016 ein Gewinn von 114200,83 € erwirtschaftet werden.

Über die Weltpolitische Lage und Entwicklung am Finanzmarkt berichtete  Martin Brandt von der Sparkasse Schaumburg. Für die musikalische Umrahmung sorgte in gewohnter Weise der Musikzug der Feuerwehr Möllenbeck aus Rinteln.

Dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes nach erfolgter Kassenprüfung  stimmte die Mitgliederversammlung zu. Als neuer Kasserprüfer wurde Willy Möller aus der Feuerwehr Bückeburg – Rusbend gewählt.

Als weiterer Tagesordnungspunkt stand die Wahl für  zwei Positionen im Vorstand an. Horst Steinmann aus Porta Westfalica wurde von den Mitgliedern für eine weitere Amtszeit gewählt. Neu im Vorstand ist Christian Schnülle aus Bielefeld.

Schnülle tritt die Nachfolge von Ernst Siekmeier an, dessen Amtszeit im Mai ausläuft. Mit fast 89 Jahren beendete Siekmeier damit seine Tätigkeit im Vorstand, dem er 30 Jahre angehörte. Davon war der Ehrenkreisbrandmeister des Landkreis Schaumburg fast 18 Jahre stellvertretender Vorsitzender der Sterbekasse der Feuerwehren. „Mit dem Ausscheiden von Ernst geht eine Ära zu Ende“ berichtet Twistel. Eine offizielle Verabschiedung konnte auf der Mitgliederversammlung noch nicht erfolgen, da Siekmeier gesundheitsbedingt nicht anwesend sein konnte. Sie wird entsprechend nachgeholt.

Twistel zeigte sich in seinem Schlusswort überzeugt, dass der Vorstand auch in Zukunft seine Arbeit zum Wohle der Versicherten durchführen wird.

 

Text/Bild: S. Titze, Pressewart Stadt Bückeburg