Ostern bei der Feuerwehr Bückeburg

 

Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bückeburg können auf ein ruhiges Osterwochenende zurück blicken. „Die Arbeit rund um die Osterfeuer“ dominierte die Feuerwehrarbeit berichtete Stadtbrandmeister Marko Bruckmann.

Während Anfang der Woche mehrere größere Einsätze die Feuerwehr auf Trab hielten, waren die Feiertage vergleichsweise ruhig. 3 Hilfeleistungen mussten abgearbeitet werden. Am Samstagabend öffneten Einsatzkräfte aus der Schwerpunktfeuerwehr eine Tür im Julianenweg. Ein Bewohner lag hilflos in seiner Wohnung und konnte die Tür nicht öffnen. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens von der Berufsfeuerwehr Minden versorgte ein Rettungssanitäter der Feuerwehr den Patienten. Die Rettungswagen aus Bückeburg und Umgebung waren zum Zeitpunkt des Einsatzes bereits bei anderen Notfällen gebunden. Am Morgen des Ostermontags rückten dann die Röcker Wehrleute aus, um einen umgestürzten Baum zu beseitigen. Ebenfalls am Montag gab es eine weitere Türnotöffnung für die Ortsfeuerwehr Stadt. Der Einsatz wurde durch die Leitstelle nach einer Minute bereits wieder abgebrochen.

Brände ausgelöst von Osterfeuern, wie in anderen Orten, gab es in Bückeburg nicht. Lediglich eine unklare Rauchentwicklung musste der Einsatzleitdienst parallel zum Einsatz im Julianenweg, kontrollieren. Die Ursache war allerdings nur ein angemeldetes Osterfeuer, wo alles den Vorgaben entsprechend verlief.

Einen weiteren Brandeinsatz musste die Feuerwehr am Montagabend im Bereich des Jahnstadions abarbeiten. Nach nur 1 Woche brannte erneut ein Altkleidercontainer, welcher durch die Feuerwehr geöffnet und abgelöscht werden musste.

Zahlreiche Arbeitsstunden investierten die Bückeburger Wehrleute in den Aufbau, die Durchführung und das Aufräumen bei den Osterfeuern.

Osterfeuer brannten bei den Feuerwehren Bergdorf, Evesen, Meinsen-Warber-Achum, Müsingen, Rusbend und Röcke. Die Scheier Wehr unterstützte die Trachtengruppe beim Osterfeuer im Bruchfeld.

Trotz des angekündigten schlechten Wetters und dem kräftigen Regenschauern am Morgen, hielt sich das Wetter und zwischenzeitlich kam sogar die Sonne raus und begleitete die Veranstaltungen bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Höhepunkte im Hellen als auch im Dunkeln hatte die Eveser Wehr vorbereitet. Bevor das Osterfeuer entzündet wurde, hatten die Wehrmänner für den Nachwuchs etwas vorbereitet. 300 Ostereier und Schoko-Osterhasen hatten die Männer und Frauen um den stellv. Ortsbrandmeister Torsten Lukaszyk auf der Wiese neben dem Feuerwehrhaus versteckt. Diese wurden von zahlreichen Kindern wieder eingesammelt und zum Teil noch vor Ort verspeist.
In der Abenddämmerung erhellte ein Feuerwerk den Himmel über dem Feuerwehrhaus. Tosender Applaus und Rufe nach „Zugabe“ zeigten, wie sehr das attraktive Feuerwerk den Besuchern gefiel.

Positive Rückmeldungen konnte auch der Rusbender Ortsbrandmeister Volker Janze entgegen nehmen. „Den Besuchern hat die Veranstaltung sehr gefallen“, berichtet er. Rund 100 Erwachsene und 20 Kinder waren in die Florianstraße gekommen, um einen gemütlichen Abend mit Feuerwehr, Schäferhof, Trecker- und Schützenverein, zu verbringen.
Dabei hätte das Osterfeuer fast ausfallen müssen. Zusätzliche Auflagen des Naturschutzbundes sorgten für ein hohes Arbeitsaufkommen und viel Unmut. „Brandschutztechnische Bedenken der NABU“ brachten die gut ausgebildeten Männer- und Frauen der Wehr doch zum Nachdenken, ob ihre ehrenamtliche Arbeit nicht ernst genommen wird.

Für die Sicherheit wurde bei allen Bückeburger Osterfeuern gesorgt. „Die Feuerwehr geht mit gutem Beispiel voran“ berichtet Stadtbrandmeister Bruckmann und räumt alle Bedenken aus. „Sicherer wie ein Traditionsfeuer mit der Feuerwehr durchzuführen geht nicht mehr. berichtet er.

Wer noch keine passende Osterdekoration hatte, konnte diese im Feuerwehrhaus Meinsen-Warber-Achum erwerben. Die Kinder- und Jugendfeuerwehr hatte diverse Osterhasen vorbereitet. Kinderfeuerwehrwartin Britta Wimmer und Jugendfeuerwehrwart Stefan Blaumann, brachten diese Artikel dann an den Mann bzw. die Frau.

Musikalisch wurde die Veranstaltung eröffnet durch den Spielmannszug Meinsen-Warber sowie die Schallmeienkapelle Meinsen-Warber.

Ebenfalls musikalisch startete der Abend in Bergdorf. Hier unterhielt ein Diskjockey die Besucher mit Musik. Zahlreiche Besucher aus Bückeburg und Umgebung waren gekommen und verbrachten einen schönen Abend am Osterfeuer.
Vor der Entzündung des Osterfeuers konnten die beiden neuen Einsatzfahrzeuge der Wehr besichtigt werden.

Kulinarisch wurden die Besucher in allen Orten mit frischen Spezialitäten vom Grill zu fairen Preisen versorgt. Eine weitere Besonderheit war das Stockbrot, das sich die Besucher selbst machen konnten. „Das Essen aus eigener Produktion schmeckt am besten“ war die Meinung vieler junger Gäste. Aber auch die Bratwüste und Pommes fanden großen Anklang.

Nachdem die Reste des Osterfeuers beräumt waren, konnte das Osterfest mit der Familien für die Männer und Frauen beginnen. Aber immer in Begleitung des Digitalen Meldeempfängers, welcher zu jeder Zeit zum Einsatz rufen kann.

Text/Bild: S. Titze, Pressewart Stadt Bückeburg