Viel Zeit und Herzblut investiert

 

Mit Stolz blickt Dirk Dehne auf das brennende Osterfeuer der Freiwilligen Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum. „In der Veranstaltung steckt viel Arbeit, welche sich aber lohnt“ berichtet der Ortsbrandmeister der Bückeburger Stützpunktfeuerwehr.

An diesem Abend zeigt sich wieder einmal die Verbundenheit der Wehr. Von der Kinderfeuerwehr über die Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung bis hin zu den Senioren der Alters- und Ehrenabteilung waren alle Mitglieder der Wehr aktiv an den Vorbereitungen zum Osterfeuer involviert.

Immerhin 272 Mitglieder gehören der Wehr an, davon 32 im Einsatzdienst. Und diese waren in der Osterwoche nicht nur beim Osterfeuer gefordert. Am Montag fand eine große Alarmübung in Warber statt, die Dirk Dehne mit seinem Stellvertreter Thomas Wimmer vorbereitet hatte. Alleine an diesem Tag gehörten mehr als 5 Stunden Arbeit für die Feuerwehr zum Tagesprogramm der beiden Führungskräfte.

Auch als am Dienstag ein Ölfilm auf dem Mittellandkanal gesichtet wurde, rückten die Wehrleute aus Meinsen-Warber-Achum zusammen mit den Wehren aus Evesen und Bückeburg aus, um die Umweltgefahr zu beseitigen. Den Einsatz, unter Beteiligung von 35 Einsatzkräften aus dem Stadtgebiet zuzüglich weiterer Institutionen und Behörden, leitete Dirk Dehne.

Mehr als 10 Stunden investierten die Feuerwehrleute aus dem Bückeburger Norden ehrenamtlich in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in den 2 Tagen. Dabei ist die Wehr nicht nur die zweitgrößte des Stadtgebietes, sondern verfügt auch über ein großes Aufgabenspektrum. Neben der Spezialisierung auf Einsätze in der Technischen Hilfeleistung, unterstützt die Wehr auch die Züge zwei und drei der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd. Die Kräfte kommen bei Unglücken und Katastrophen im Bedarfsfall bundesweit zum Einsatz. Die komplette Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd besteht aus rund 130 Einsatzkräften und wird gebildet durch Feuerwehreinheiten aus dem Auetal, den Städten Bückeburg, Obernkirchen und Rinteln sowie den Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt. Geleitet wird die sogenannte „KFB Süd“ ebenfalls von Dirk Dehne, der auch das Amt des stellv. Brandabschnittsleiter Süd der Kreisfeuerwehr inne hat.

Aber nicht nur in Ausbildung, Einsätze und Veranstaltungen investieren die Wehrleute derzeit viel Arbeit. Der Fuhrpark der Stützpunktfeuerwehr unterzieht sich einem Generationswandel. Nachdem 2014 das 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug durch ein Neufahrzeug ersetzt wurde, wird am 21. April das neue Mittlere Löschfahrzeug aus dem Herrstellerwerk in Dissen abgeholt. Zwei Tage vorher findet noch die letzte Baubesprechung statt, wofür die Wehrmänner noch einmal ins Werk fahren. Das Mittlere Löschfahrzeug ersetzt dann den 28 Jahre alten Unimog, der als Löschgruppenfahrzeug derzeit seinen Dienst versieht.

In den kommenden Jahren stehen auch Ersatz für den Mannschaftstransportwagen (Baujahr 1994) und den Rüstwagen (Baujahr 1987) an. Und dabei ist kein Fahrzeug von der Stange. Für jede Fahrzeugbeschaffung hat die Wehr eine extra Arbeitsgruppe gebildet, um die Planung durchzuführen.

Hierbei wurde nicht nur analysiert, was an Ausrüstung vorhanden ist, sondern auch was gebraucht wird. Neben Einsatzerfahrungen flossen auch Analysen der Gefahren im Ausrückebereich sowie vorhandene Technik im Stadtgebiet in die Planung mit ein.

„Diese Arbeiten sind sehr arbeits- und zeitintensiv, und verlangen viel Engagement und Herzblut von den Kameraden“, erklärt Dehne. „Nur so kann aber das Taktisch richtige Fahrzeug beschafft werden“ fügt er hinzu.

Voller Vorfreude sind die Kameradinnen und Kameraden der Wehr schon auf das neue Fahrzeuge, auch wenn die Auslieferung wieder zahlreiche Ausbildungsstunden erfordert. „Wenn das Fahrzeug da ist, müssen wir uns mit allen Feinheiten auseinander setzen, um im Einsatzfall arbeiten zu können“ berichten die Wehrmänner. Daran sieht man wie wichtig den Wehrleuten das „Ehrenamt Feuerwehr“ ist und freuen sich über jeden der ihre Arbeit aktiv unterstützt.

Auch die nächsten Veranstaltungen stehen der Ortsfeuerwehr schon ins Haus. Am 1. Mai finden auf dem Gelände der Feuerwehr im Horstweg die traditionelle Maiklänge statt, wo die Wehr wieder unterstützend tätig wird und an Pfingsten zelten die Kinderfeuerwehren der Stadt Bückeburg hier.

Bei der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum wird es also nie langweilig, und trotz viel Arbeit machen alle diese Arbeit gerne, weil sie über eine tolle Gemeinschaft verfügen. Und die Bewohner im Ort wissen, dass auf die Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum stets verlass ist.

Text/Bild: S. Titze, Pressewart Stadt Bückeburg