Gefahrgutübung bei der Deutschen Bahn

Am Mittwochnachmittag hatte die Umweltschutzeinheit (USE) der Kreisfeuerwehr die Chance an einem Ausbildungszug für Gefahrgut der Deutschen Bahn in Langenhagen zu üben. Dazu machten sich am frühen Nachmittag 22 Teilnehmer aus allen Teileinheiten der USE auf den Weg.

Ein Mitarbeiter der DB Notfalltechnik erklärte den Teilnehmern wie ein Gefahrguttransport bei der Deutschen Bahn durchgeführt wird. Dabei ging der DB-Mitarbeiter darauf ein, wie man am schnellsten an die wichtigen Informationen für die Einsatzkräfte kommt und wie man von weitem gewisse Stoffe in den Kesselwagen erkennen kann. Der Mitarbeiter zeigte außerdem was passiert, wenn ein solcher Kesselwagen Feuer fängt oder explodiert. Weiterhin ging er auf Sicherheitsabstände und Gefahren ein.

Nach der Theorie ging es in den zweiten, einen speziell umgebauten Kesselwagen. Dieser Wagen wurde aus insgesamt drei Kesselwagen für die verschiedenen Gefahrstoffe zu einem zusammengesetzt. An diesem Wagen konnte man sehr gut sehen wie die verschiedenen Stoffe be- bzw. entladen werden und was zu beachten ist. Außerdem kann man den Wagen betreten und sich von Innen einen Eindruck machen wie die Ventile funktionieren. Da die meisten Einsätze mit Kesselwagen auf die Be- und Entlademöglichkeiten der Waggons zurückzuführen sind, erklärte der Mitarbeiter wie man bei solchen Einsätzen mit wenigen Handgriffen Abhilfe schaffen kann.

Zum Abschluss konnte am dritten Wagen des Zuges praktisch geübt werden. Bei diesem ausrangierten Kesselwagen können Leckagen und austretende Flüssigkeit mit Wasser simuliert werden. Insgesamt 3 Trupps in Chemikalienschutzanzügen haben sich hier zwei Herausforderungen gestellt. Der erste Trupp musste mit Keilen und Lappen ein ca. 10 cm großes Leck an der Stirnseite des Waggons stopfen.

Eine weitere Aufgabe für die Fortbildungsteilnehmer bestand darin, dass zwei Trupps in den speziellen Schutzanzügen einen Riss an der Seite des Waggons abdichten. Um dieses Leck zu schließen wurden Spanngurte um den Waggon gespannt, um so ein Luftkissen auf den Riss zu pressen und damit abzudichten. Beide Aufgaben haben die Fachkräfte der Umweltschutzeinheit schnell gemeistert. Bei einer abschließenden Besprechung der Übungsszenarien gab der Mitarbeiter der Deutschen Bahn den Mitgliedern der Umweltschutzeinheit ein paar Tipps mit auf den Heimweg.

Text/Bild: S. Fischer, Kreisfeuerwehr Team Presse