Feuer in landwirtschaftlichem Betrieb

 

Große Aufregung herrschte am Freitagabend in Sachsenhagen. Blaulichter zuckten durch die Dunkelheit und Rauch stieg aus einer Scheune in der Straße Sinkenbrink auf. Zum Glück handelte es sich nur um eine Übung des 1. Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaften werden in der Regel bei größeren überregionalen Schadensereignissen eingesetzt. Die einzelnen Züge, die aus Fahrzeugen unterschiedlicher Feuerwehren zusammengesetzt sind, proben daher mehrmals jährlich die Zusammenarbeit.

So auch in Sachsenhagen. Angenommen wurde ein Feuer in einer Scheune mit Werkstatt. Aus ungeklärter Ursache war eine Maschine in Brand geraten. Mehrere Personen hielten sich noch im Gebäude auf. Zugführer und Einsatzleiter Thomas Schwabe aus Lüdersfeld setzte die Priorität auf die Menschenrettung. Die Atemschutzgeräteträger des Zuges rüsteten sich aus und gingen zur Personensuche und Brandbekämpfung in die dunkle und verqualmte Halle vor.

Sechs Personen retteten die Feuerwehrleute aus der Halle. Schwierig gestaltete sich die Rettung eines „Opfers“, das unter einem Container eingeklemmt war. Mit hydraulischen Rettungsgeräten wurde der Container angehoben und die Person gerettet.

Auf der Rückseite des Gebäudes befand sich zudem ein Gastank. Diesen kühlten die Einsatzkräfte aus sicherer Entfernung, um eine Explosion zu verhindern.

Die Wasserversorgung stellten die Feuerwehren in der ersten Einsatzphase aus den Fahrzeugtanks sicher. Im späteren Verlauf wurde eine mehr als einhundert Meter lange Schlauchleitung zu einem Hydranten aufgebaut.

Die Beobachter zeigten sich in einer ersten Einschätzung zufrieden. Die Menschenrettung wurde schnell durchgeführt und das Feuer gelöscht. Sicherlich gibt es im Detail noch Verbesserungsansätze, aber dazu werden solche Übungen schließlich durchgeführt.

Am Übungseinsatz beteiligten sich die Feuerwehren aus Lauenhagen-Nordsehl, Lüdersfeld, Sachsenhagen, Wiedenbrügge und Wölpinghausen mit fünf Fahrzeugen und 31 Einsatzkräften.