Rauchmelder warnt vor Großbrand


„Alarm Löschzug Nord. Rauchmelder ausgelöst“ stand bei den Männern und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren Meinsen-Warber-Achum und Rusbend am vergangenen Dienstag auf den Alarmempfängern.

Sofort begaben sich die Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus und rückten zum Einsatzort aus. Auch der Stadtbrandmeister Marko Bruckmann begab sich zum Einsatzort und übernahm die Einsatzleitung.

Am Einsatzort in der Achumer Straße traf nach 05:28 Minuten als erstes Fahrzeug das Tanklöschfahrzeug aus Meinsen-Warber-Achum ein, nur eine Minute später der Rüstwagen.

Viele Einsatzkräfte gingen von einem der häufigen Fehlalarme aus. „Oftmals wird die Feuerwehr zur Rauchmelderauslösungen gerufen, weil besorgte Nachbarn angerufen haben.“ berichtet der stellv. Ortsbrandmeister aus Meinsen-Warber-Achum, Thomas Wimmer. Als Ursache entpuppen sich dann oftmals Lappalien, wie zu zu starke Ausdünstungen beim Essen kochen oder leere Batterien. Dennoch sind die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder Lebensretter in brenzligen Situationen. Und der Notruf beim Ertönen die richtige Wahl. Das wurde den Einsatzkräften schnell bewusst, als sie bemerkten, dass dichter Brandrauch aus der Wohnung kommt.

Während sich 4 Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausrüsteten, bauten weitere die Wasserversorgung auf. Auffällig dabei, der mit 3 Feuerwehrfrauen besetzte Rüstwagen, steht dabei den männlichen Kollegen vom Tanklöschfahrzeug in nichts nach. Sie sind voll integriert und beeindrucken durch Schnelligkeit und Genauigkeit. „Die Frauen sind seit vielen Jahren in die Bückeburger Feuerwehren integriert und übernehmen alle Aufgaben, die auch die Männer übernehmen, wie Maschinist, Atemschutzgeräteträger oder auch Führungsfunktionen.“ berichtet Thomas Wimmer.

Unterdessen erfährt der Einsatzleiter von einer Bewohnerin, dass in der betroffenen Unterwohnung eine 4 köpfige Familie wohnt, welche zu Hause sein müssten und noch nicht gesehen wurde.

Nun ist schnelles Handeln gefragt. Während die ersten beiden Feuerwehrleute unter Atemschutz in das Gebäude vorgehen, stellten die anderen beiden den Sicherheitstrupp für den vorgehenden Angriffstrupp. „Es muss immer sichergestellt sein, dass im Notfall Hilfe für unsere eigenen Leute bereit steht“ berichtet Wimmer.

Die nachrückenden Löschgruppenfahrzeuge der beiden Wehren bauen unterdessen eine Wasserversorgung aus der Aue auf. Außerdem bereiten weitere Feuerwehrleute sich auf den Atemschutzeinsatz vor.

Schnell wird Einsatzleiter Oliver Liese klar, dass weitere Unterstützung erforderlich ist. Doch dann tritt ein weiteres unvorhergesehenes Ereignis ein: Die Schwerpunktfeuerwehr aus der Kernstadt ist bereits zu einem anderen Einsatz ausgerückt und kann nicht unterstützen. Daraufhin werden die Feuerwehren aus Cammer und Scheie sowie ein Rettungswagen alarmiert.

Die Atemschutztrupps robben sich bei minimaler Sicht durch die komplett verrauchte Wohnung und können die ersten Verletzten finden. Sofort werden sie ins freie gebracht und medizinisch versorgt. Weitere Atemschutzgeräteträger dringen unterdessen in den Brandrauch ein, gesichert mit Feuerwehrleinen und Schlauchleitungen um den Rückweg zu finden. Ihnen gelingt es weitere Personen aus dem Gebäude zu retten.

Eine Person auf der Gebäuderückseite macht sich unterdessen an einem Fenster bemerkbar und braucht Hilfe. Die angerückten Wehrmänner aus Cammer bauen eine Steckleiter im Garten auf und bringen über diese die Person aus dem Gefahrenbereich.

Nachdem alle 4 vermissten Personen gerettet wurden, kontrollieren die Einsatzkräfte die weiteren Räume und finden noch eine weitere Personen. Auch diese wird umgehend gerettet. „Die Familie hatte Besuch von dem keiner was wusste“ berichtet Liese.

Unterdessen sind am Dach die ersten Flammen zu sehen. Das Feuer droht sich weiter auszubreiten. Zusätzlich zu den Strahlrohren im Gebäude werden von außen 2 Schlauchleitungen zur Brandbekämpfung vorgenommen.
Nachdem die 5 Personen gerettet wurden und die Brandbekämpfung eingeleitet wurde kam von Thomas Wimmer über Funk die Meldung „Übungsende, Alle Einsatzkräfte bauen zurück.“

Für viele Einsatzkräfte recht überraschend, denn immer noch war ein Großteil der Wehrmänner von einem Ernstfall ausgegangen. „Von der Übung wussten nur 5 Leute Bescheid“ berichtet Wimmer.


„Die Zusammenarbeit unter realen Bedingungen proben war das Ziel der Übung“, wurde bei der Auswertung im Feuerwehrhaus Meinsen-Warber-Achum bekannt gegeben. Deshalb war die Übung auch Geheim gehalten wurden.
Bei Bratwurst und Hotdog stärkten sich die 63 Einsatzkräfte der 4 Feuerwehren und des Rettungsdienstes im Anschluss an die Übung.

Text: S. Titze, Stadtpressewart Feuerwehr Bückeburg
Bilder: T. Wimmer, Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum