Gemeinsam sind wir stark


Präsentation der Bückeburger Rettungskräfte beim Tag der Bundeswehr / Realitätsnahe Schauübung / Landrat lobt Retter
Mehr als 65000 Besucher waren zum Tag der Bundeswehr in die Schäferkaserne nach Bückeburg gekommen und bestaunten die spektakulären Flugvorführungen sowie die Ausstellung der Bundeswehr und der Partnerfirmen sowie Organisationen.

Natürlich war dabei auch die Feuerwehr der Bundeswehr im Themenbereich „Arbeitgeber Bundeswehr“ präsent. Hier konnte man sich über das Berufsbild und die Arbeit der Bundeswehrfeuerwehr informieren. Viel Aufmerksamkeit zog dabei die mit Kettenantrieb versehen Löschraupe von der Standortfeuerwehr Meppen auf sich. Aber auch das heimische Flugfeldlöschfahrzeug, welches im Alltag für den Brandschutz auf dem Flugfeld in Achum sorgt, begeisterte Jung und Alt. Bei einer kleinen Löschübung zeigten die Bundeswehrfeuerwehrleute die Leistung der beiden Werfer sowie Schnellangriffsleitungen des Flugfeldlöschfahrzeuges.

Unter den ausgestellten Flugzeugen im Außenbereich fand sich auch ein Feuerwehrflugzeug wieder. Hierbei handelt sich um keinen Werbeträger sondern ein reales Einsatzflug des Feuerwehrflugdienst Niedersachsen. Hauptaufgabe der Flugzeuge ist die Waldbrandüberwachung und Früherkennung. Diese Arbeit präsentierten die Mitglieder des Stützpunktes Hildesheim-Peine.

Im Katastrophenfall arbeiten die Soldaten der Bundeswehr sowie die zivilen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischen Hilfswerk sowie den Hilfsorganisationen Hand in Hand. Davon konnten sich die Besucher in Halle 4 überzeugen. Alle in Bückeburg ansässigen Rettungsorganisationen präsentierten hier ihre Arbeit und Technik. Im Katastrophenfall ist oftmals die Wasserversorgung gefährdet. In solchen Fällen rückt die Eveser Feuerwehr mit einem Schlauchwagen mit 2 Kilometer Schlauchmaterial an. Dieser konnte ebenso besichtigt werden wie der Gerätewagen Dekontamination der Umweltschutzeinheit des Landkreises. „Wir haben alles Material für die Reinigung von Personen nach Einsätzen mit Biologischen und Chemischen Gefahrstoffen an Board“, berichtet Patrick Möller vom ABC-Zug der Umweltschutzeinheit den Besuchern. Was sich dahinter verbirgt, konnten die Besucher am baugleichen Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Hannover Linden vor der Halle erkunden. Hier war die Zeltstadt mit Duschen von dem Fahrzeug aufgebaut. Außerdem gab es ein Messfahrzeug mit zahlriechen Spezialgeräten für Messungen bei Gefahrstoff- und Strahlenschutzeinsätzen zu sehen.

Eines der Kernthemen in der Zusammenarbeit stellte der Hochwasserschutz dar. Hierfür hatten die Ortsverbände Bückeburg, Rinteln und Stadthagen des Technischen Hilfswerks ein künstliches Hochwasserszenario aufgebaut. Eine Station zur Sandsackbefüllung gehörte ebenso dazu, wie ein Sandsackwall und eine Verbauwand aus Big Packs. Im fiktiven Wasserbereich waren ein Boot der Wassergefahrengruppe aus Rinteln sowie das erst im Februar in Dienst gestellt Rettungsboot der Eveser Feuerwehr zu sehen. Ein weiteres Boot sowie Ausrüstung von Tauchern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft rundeten das Themengebiet ab.

Der Arbeiter Samariter Bund hatte einen Rettungswagen mit umfangreicher medizinischer Beladung in der Ausstellung und das Deutsche Rote Kreuz die Gulaschkanone zur Verpflegung von Einsatzkräften und Evakuierten dabei. Während es in der Halle aus dem Suppenkessel Gummibärchen für die Kinder gab, konnte man vor der Halle preisgünstig köstliche Erbsensuppe verzehren.

Die Höhenrettungsgruppe Schaumburger Land war auch in, vor und auf der Halle in Aktion. Diese gemeinsame Einheit von Einsatzkräften der Feuerwehren Bückeburg, Rinteln und Rodenberg sowie des THW Ortsverband Rinteln zeigte ihre Ausrüstung und ihr können bei zahlreichen Übungen. Hierfür war ein Baugerüst im Stil eines eingestürzten Hauses aufgebaut. Aber auch am Kran eines LKW Kipper sowie an den Verstrebungen in der Halle stiegen die Spezialisten auf und seilten sich, zum Teil mit einem Verletzten auf der Trage wieder ab

Wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen mit der Bundeswehr klappt konnte man in einer großen Rettungsübung sehen. Die Höhenretter des THW retteten über einen engen Schacht eine Person aus einem eingestürzten Gebäude. Zeitgleich begann das THW mit Sandsäcken und Big Packs ein drohendes Hochwasser aufzuhalten. Hierbei wurden die THW Helfer von Einsatzkräften des DRK und DLRG, Soldaten der Bundeswehr und zivilen Helfern unterstützt. Einige Besucher, welche das Hochwasser 2013 an der Elbe miterlebt haben berichteten: „Da kommen sofort die Erinnerung hoch, das ist wie bei 2013 bei uns“. Nachdem ein Helfer in Folge der Körperlichen Anstrengung medizinische Hilfe benötigte, waren sofort die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz und die Besatzung des Rettungswagens zur Stelle. Koordiniert wurde die Übung in der aufgebauten Stabsstelle von Bundeswehr und Katastrophenschutz.

Zu den vielen begeisterten Besuchern der Übung gehörte auch Landrat Jörg Farr und Ministerpräsident Weil. Landrat Farr bedankte sich persönlich bei seinen Katastrophenschützern für ihre Arbeit und nach Problemen fragte.
In einem weiteren Veranstaltungsbereich lud die THW Jugend zum Mitmachen bei verschiedenen Spielangeboten ein.

Alle Besucher waren sich bei der umfangreichen Präsentation der Rettungskräfte einig: „Es ist wichtig das es euch gibt. Gerade in den letzten Tagen hat man wieder gesehen das wir ohne euch nicht können.“


Text/Bild: S.Titze, Stadtpressewart Feuerwehr Bückeburg