Kreisfeuerwehr Schaumburg - Jahresrückblick 2014

 

Die Einheiten der Kreisfeuerwehr und der Kreisfeuerwehrverband waren im letzten Jahr wieder außerordentlich aktiv. Diese Rückschau gibt Ihnen einen Einblick in die zahlreichen Aktivitäten.

Den Auftakt des Jahres bildete traditionell die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes. Neben den Jahresberichten der Fachbereiche durften natürlich die Ehrungen nicht fehlen. Neun verdiente Kameraden erhielten das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold (Rainer Kuhlmann), Silber (Claus-Heinrich Bruns, Hans-Martin Cronjaeger und Dieter Sebode) oder Bronze (Jürgen Aldag, Harald Bagats, Wilhelm Bartels, Stephan Konczak und Volker Schramme).

Ein Highlight des Jahres 2015 wird die Lieferung des neuen Einsatzleitwagens (ELW 2) für die Kreisfeuerwehr. Im vergangenen Jahr machten sich die Führungskräfte der Kreisfeuerwehr und Mitarbeiter des Landkreises im Zuge einer Vergleichsvorführung ein Bild von möglichen Varianten.

Im März rückte der Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz (GW/AS) zu einem Großbrand nach Ahe, Stadt Rinteln, aus. Dort brannte ein landwirtschaftlicher Betrieb und die örtlichen Einsatzkräfte mussten mit Atemluftflaschen versorgt werden.

Bei einem Feuer in einem Pflegeheim in Steinbergen (Rinteln) galt es zahlreiche Bewohner zu versorgen. Der Rettungsdienst löste einen sogenannten MANV2-Alarm (einen „Massenanfall von Verletzten“) aus. Der Fernmeldezug kam zum Einsatz, um die Kommunikation zwischen den Feuerwehren und dem Rettungsdienst zu koordinieren.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord übte Anfang Mai in Wunstorf. In einem Industriebetrieb kam es zu einem Feuer mit vermissten Personen. Im Fokus standen somit Menschenrettung und Brandbekämpfung. Eine besondere Herausforderung war der Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecke. Dazu verlegten die Einsatzkräfte mehrere Tausend Meter Schläuche vom Mittellandkanal bis zur Einsatzstelle.

Am 20. Juni ehrte das Land Sachsen-Anhalt 180 Einsatzkräfte der Bereitschaft Nord mit der Fluthelfernadel. Im Juni 2013 waren diese mehrere Tage in Magdeburg im Einsatz, um den Stadtteil Cracau von den Wassermassen zu befreien und Deiche zu sichern.

Nur wenige Tage später, am 30. Juni, trat aufgrund eines Defektes im Freibad Rodenberg  Chlorgas aus. Die Umweltschutzeinheit des Landkreises unterstützte dabei die örtlichen Einsatzkräfte.

Beim Kreiswettbewerb am 6. Juli in Haste zeigten die Schaumburger Feuerwehren wieder gute Leistungen. Die Feuerwehr Rodenberg gewann in der Wertungsgruppe mit fest eingebauten Pumpen und die Feuerwehr Schoholtensen-Altenhagen (Auetal)  in der Wertungsgruppe, die Tragkraftspritzen einsetzten. Einziger Wermutstropfen war die geringe Zahl an teilnehmenden Gruppen.

Im Sommer unterstützte der Fernmeldezug das Kreiszeltlager der Schaumburger Jugendfeuerwehren in Stadthagen. Erstmalig versorgten die Fernmelder den Zeltplatz mit WLAN, damit die Jugendlichen kostengünstig das Internet nutzen und live von den spannenden Aktivitäten berichten konnten.

Wenn die Umweltschutzeinheit alarmiert wird, ist in der Regel ein Vorfall mit giftigen oder schädlichen Stoffen aufgetreten. Da diese Stoffe natürlich auch die Einsatzkräfte gefährden, wird immer wieder der Einsatz trainiert. So übte der Gefahrgutzug in Nienburg das Vorgehen bei einem Leck geschlagenen Kesselwagen. In Bückeburg bekämpften die Einsatzkräfte einen angenommenen Ammoniakaustritt bei der Firma Bauerngut und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Hohnhorst probte der Gerätewagen Gefahrgut zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz den Einsatz bei einer Tierseuche.

Während der Demonstration in Bad Nenndorf Anfang August baute die Umweltschutzeinheit einen Dekontaminationsplatz auf, um im Falle des Einsatzes von Tränengas Demonstranten und Einsatzkräfte zu reinigen. Die Technische Einsatzleitung des Landkreises Schaumburg unterstützte diesen Einsatz in bewährter Form.

Weitere Einsätze bewältigte die Umweltschutzeinheit beim Austritt von Chlorwasserstoff auf dem Gelände einer Spedition in Lauenau, bei einem Verkehrsunfall mit Austritt von Propangas in Rodenberg und bei auslaufenden Nickelsulfat in einem Rintelner Industriebetrieb.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd fuhr für zwei Tage auf ein Übungsgelände in Celle-Scheuen. Noch am Abend der Ankunft galt es, zwei Brände zu bekämpfen. Nach der Übernachtung in einer alten Lagerhalle und dem Frühstück stand die nächste Einsatzübung auf dem Programm. Nun musste ein Waldbrand bekämpft werden. Mit einem Multikopter, einer sogenannten Drohne, demonstrierte eine Fachfirma den Einsatz der fliegenden Kamera und die Anwendungsmöglichkeiten im Einsatzfall.

Den letzten Einsatz des Jahres verzeichneten Umweltschutzeinheit und Fernmeldezug bei einem Großbrand in Nienstädt. Die Lagerhalle eines Reinigungs- und Recyclingunternehmens stand in Flammen. Eine große, schwarze Rauchwolke entstand und zog über bewohntes Gebiet. Die Umweltschutzeinheit führte in der Umgebung Schadstoffmessungen durch und versorgte die Einsatzkräfte wieder mit Atemluftflaschen. Der Fernmeldezug sorgte für eine reibungslose Kommunikation zwischen den beteiligten Einheiten.

Über das gesamte Jahr verteilt, fanden zudem in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Stadthagen und vor Ort in den Kommunen zahlreiche Lehrgänge der Kreisausbildung statt. Die sechs Fachbereiche vermittelten in 21 Lehrgängen Spezialkenntnisse an insgesamt 377 Teilnehmer.

Die Sprechfunkausbildung hat dabei erstmalig einen Lehrgang für den Digitalfunk durchgeführt. Im Zuge der anstehenden landkreisweiten Umstellung fanden auch in den Kommunen bereits erste Endanwenderschulungen statt. Diese werden auch in 2015 zusätzlich zu den normalen Lehrgängen durchgeführt.

Alle Einheiten der Kreisfeuerwehr werden auch in 2015 wieder in bewährter Weise im Einsatz sein. Sei es bei Veranstaltungen, Übungen oder eben den Einsätzen in den Städten und Gemeinden des Landkreises Schaumburg.