Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd am 25.09.2015

 

Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd absolviert Übung in Goldbeck

Am Freitag fand die diesjährige Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd auf der ehemaligen NATO-Raketenabwehrstation in Goldbeck statt. Rund 160 Feuerwehrkräfte aus den Gemeinden Auetal, Eilsen und Nienstädt sowie den Städten Bückeburg, Obernkirchen und Rinteln nahmen an der Übung teil. Ebenfalls dabei waren Einheiten der Kreisfeuerwehr, darunter die Technische Einsatzleitung, der Fernmeldezug, das Team Presse. Der DRK Einsatzzug Schaumburg nahm ebenfalls an der Übung teil und betreute die Verletztensammelstellen.

Folgende Lage wurde angenommen:

Aus ungeklärten Gründen ist es auf dem Gelände der ehemaligen NATO-Raketenabwehrstation in Goldbeck zu einem Feuer gekommen. Mehrere Personen werden vermisst. Das Feuer hat bereits auf Gebäude und den angrenzenden Wald übergegriffen.

Kräfte der Bundeswehr-Flugplatzfeuerwehr stehen aufgrund von Flugbetrieb und aufgrund von verminderter Schichtstärke am Wochenende nicht zur Verfügung. Die örtlichen Feuerwehren sind bereits bei einem anderen Großeinsatz gebunden. Die Integrierte Regionalleistelle Schaumburg-Nienburg fordert beim Kreisbrandmeister Kräfte zur Abarbeitung des Einsatzes an. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ordnete daraufhin den Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd an.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft traf sich am Sammelplatz beim Raiffeisenlandbund an der Dankerser Straße in Rinteln. Von dort führte der stellvertretende Bereitschaftsführer Andreas Seele die Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd im geschlossenen Verband zum Übungsgelände in Goldbeck. Bereitschaftsführer Dirk Dehne war zur Erkundung der Lage bereits ins Schadensgebiet vorgefahren.

Die Kradmelder sicherten zunächst den Verband auf dem sogenannten Mot.-Marsch ab. Später erhielten sie weitere Sicherungs- und Meldeaufgaben.

Der 1. Zug unter der Leitung des Zugführers Friedel Garbe übernahm die Menschenrettung und Brandbekämpfung im westlichen Bereich.

Unter Atemschutz gingen mehrere Trupps zur Menschenrettung in das Gebäude vor und retteten die vermissten Personen. Zur medizinischen Versorgung wurden die Personen an den Rettungswagen des DRK Einsatzzuges Schaumburg übergeben. Zunächst wurde die Wasserversorgung aus den eigenen Fahrzeugen sichergestellt. Die Nachspeisung erfolgte durch die Versorgungsleitung des 3. Zuges. 

Die Brandbekämpfung wurde mit zwei C-Rohren und einem B-Rohr durchgeführt. Gegen 18.50 Uhr konnte „Feuer aus!“ an die Gesamteinsatzleitung gemeldet werden.

Im östlichen Bereich wurde der 2. Zug unter der Leitung von Zugführer Rüdiger Teich eingesetzt. Teich leitete an der Einsatzstelle umgehend die Menschenrettung der vermissten Personen ein. Unter Atemschutz gingen mehrere Trupps zur Menschenrettung in das Gebäude vor und retteten die vermissten Personen. Die geretteten Personen wurden an der Verletztensammelstelle dem DRK Einsatzzug übergeben. Parallel wurde die Wasserversorgung für die Brandbekämpfung aus den eigenen Fahrzeugen des 2. Zuges durchgeführt. Dabei setzten die Einsatzkräfte drei C-Rohre ein. Der 4. Zug sorgte für die Nachspeisung des 2. Zuges. Hierfür wurde ein Pendelverkehr mit den Tanklöschfahrzeugen des 4. Zuges eingerichtet.

Der 3. Zug, unter der Leitung von Zugführer Detlef Korf, richtete die Wasserversorgung des 1. Zuges über eine etwa 2,7 km lange Wegstrecke her. Dabei musste der 3. Zug eine Höhendifferenz von etwa 20 Metern berücksichtigen. Die Wasserversorgung musste vom Sägewerk am Ortseingang von Goldbeck, zum Übungsgelände verlegt werden.

Unter der Leitung von Zugführer Oliver Liese wurde der 4. Zug für die Sicherstellung der Wasserversorgung für die Brandbekämpfung des 2. Zuges eingesetzt. Die Tanklöschfahrzeuge richteten einen Pendelverkehr von der Wasserentnahmestelle in Friedrichswald zur ehemaligen Raketenabwehrstation ein.

Der Gerätewagen Information und Kommunikation des Fernmeldezuges versorgte die Einsatzstelle mit einer 2m-Band-Relaisstelle. Die Besatzung des Einsatzleitwagens 2 übte die Zusammenarbeit mit dem ELW 1 der Führungsgruppe der KFB Süd.

Die Logistik- und Versorgungskomponente der KFB Süd versorgte die Einsatzkräfte während der Übung mit Getränken. Im Feuerwehrhaus in Goldbeck wurde ein Abendessen für etwa 180 Personen zubereitet.

Sowohl Dirk Hahne, stv. Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Süd, als auch Dirk Dehne, Bereitschaftsführer Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd und stv. Abschnittsleiter Süd, dankten in einer Ansprache allen beteiligten ehrenamtlichen Kräften für ihr Engagement. Hahne und Dehne zeigten sich mit dem Verlauf der Übung äußerst zufrieden und sprachen allen Beteiligten ein großes Lob aus.

Text/Bild: Team Presse, Kreisfeuerwehr Schaumburg