Blaulichtgottesdienst: Viele Glieder - ein Leib

Verabschiedungen und Einführung von Notfallseelsorgern im Gottesdienst

Der vierte Blaulichtgottesdienst der Notfallseelsorge im Landkreis Schaumburg hat am vergangen Sonntag vor allem Einsatzkräfte aus dem Blaulichtmilieu in die Maria-Magdalenen-Kirche zu Lauenhagen gelockt.

Im Gottesdienst verabschiedeten der Beauftragte für Notfallseelsorge der Landeskirche Schaumburg-Lippe, die diesen Gottesdienst ausgerichtet hat, und gleichzeitig Leitender Notfallseelsorger des Landkreises Schaumburg Norbert Kubba (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lauenhagen) und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke den Pastor Dieter Meinbresse (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lauenau - Hülsede - Messenkamp) und lobten sein bisheriges Engagement als Beauftragten für Notfallseelsorge des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg und stellvertretenden Leitendenden Notfallseelsorger. Pastor Meinbresse war bei der Gründung der Notfallseelsorge eine treibende Kraft. Seine Ämter übernimmt die im Gottesdienst eingeführte Pastorin Antje Wachtmann (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Hattendorf). Auch die beruflich als Psychoonkologin arbeitende Susanne Wagner ist im Gottesdienst feierlich als ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin eingeführt worden. Der Gottesdienst war als solcher natürlich auf den christlichen Glauben ausgerichtet, aber die Notfallseelsorge steht Mitgliedern aller Religionen, sowie Atheisten bzw. Agnostikern zur Verfügung.

In den vergangenen Jahren nahm die Anzahl der jährlichen Einsätze stetig zu und betrug im vergangenen Jahr 36 (29 im häuslichen Bereich, sechs im außerhäuslichem Bereich und eine Einsatznachsorge). Die Notfallseelsorge ist seit der Gründung im Jahr 2001 rund um die Uhr über ein Notfall-Mobiltelefon über die Integrierte Regionalleitstelle Schaumburg erreichbar und kann so von Einsatzkräften angefordert werden. Gleichsam können alle Hilfesuchenden die Notfallseelsorge über den Notruf (112) erreichen.

Den Predigttext aus dem zwölften Kapitel des ersten Korintherbriefes, „Viele Glieder - ein Leib“ interpretierte Pastorin Antje Wachtmann auch im Zusammenhang zu Einsätzen, bei denen Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei, Technisches Hilfswerk, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. und Notfallseelsorge jeweils eine Aufgabe, die die jeweils anderen nicht bearbeiten können, meistern, um eine Gemeinschaft zum Helfen zu bilden. „Jeder hat seine Gaben, es ist gut sie einzusetzen“, so Pastorin Wachtmann und lobte ehrenamtliche und berufliche Einsatzkräfte. Pastor Kubba regte die vielen gesunden Kehlen der Atemschutzgeräteträger an, die für den Blaulichtgottesdienst passend umgeschriebenen Lieder des Gesangbuches im Gottesdienst lautstark mitzusingen.

Im Anschluss an den Gottesdienst folgten die Gottesdienstbesucher der Aufforderungen des Pastoren Kubba, zu den Grußworten der Gästen, zum gemütlichen Beisammensein mit Bratwurst und Getränken, bewirtet durch die Freiwillige Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen und musikalische Unterhaltung durch den Lauenhäger Posaunenchor. Die Einnahmen kommen der Notfallseelsorge zu Gute. Neben den genannten Geistlichen wirkten auch die nachstehenden Gäste im Gottesdienst mit oder richteten Grußworte aus; Jörg Farr (Landrat), Dieter Kappmeier (Ortsbürgermeister, Vertreter des Samtgemeinderates und Gemeindebrandmeister), Klaus-Peter Grote (Kreisbrandmeister), Joachim Muth (ebenfalls Kreisfeuerwehrverband), Wilfried Korte (Leiter der Polizeidienststelle Rinteln), Jürgen Dohmeier (Rettungsassistent im Deutschen Roten Kreuz) und Jörg Brockhoff (stellvertretender Vorsitzender des niedersächsischen Landesverband des Arbeiter Samariter Bundes).

 

Text/Bild: M.Jedamzik