×

Warnung

JFolder: :files: Der Pfad ist kein Verzeichnis! Pfad: /homepages/19/d28824790/htdocs/kfv/images/bilder/uebungen/bueckeburg/achum_dgh
×

Hinweis

There was a problem rendering your image gallery. Please make sure that the folder you are using in the Simple Image Gallery plugin tags exists and contains valid image files. The plugin could not locate the folder: images/bilder/uebungen/bueckeburg/achum_dgh

Feuerwehren des Löschzuges Nord üben in Achum für den Ernstfall


Während einer Feier im Dorfgemeinschaftshaus Achum bricht ein Brand aus. Binnen weniger Minuten ist das gesamte Gebäude verraucht. Der dichte Rauch verhindert die Flucht für 7 Personen, sie brechen auf ihrer Flucht bewusstlos im Gebäude zusammen. Zwei weitere Personen konnten sich aus dem Gebäude retten. Während eine Person entkräftet vor der Tür zusammen bricht, versucht der zweite einen vorbeifahrenden Traktorfahrer um Hilfe zu bitten. Durch Unachtsamkeit gerät er hierbei unter die Räder des tonnenschweren Fahrzeuges. Unterdessen schlagen die Flammen an der Gebäuderückseite aus dem Dach.
Dies war die Ausgangslage für rund 30 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren Meinsen – Warber – Achum und Rusbend am Montagabend. Im Rahmen des monatlichen Zugdienstes stand diesmal eine Einsatzübung in dem leerstehenden Dorfgemeinschaftshaus Achum an. Das Feuer war nur fiktiv, die Verletzten Übungspuppen und der Brandrauch von 2 Nebelmaschinen erzeugt. Die Anforderungen an die 30 ehrenamtlichen Brandschützer genauso hoch, wie im Ernstfall.
Innerhalb weniger Minuten fuhren insgesamt 6 Einsatzfahrzeuge vor dem Haus vor. Schnell wurde die Lage vom Einsatzleiter Dirk Dehne erfasst und die Kräfte eingeteilt.


Sofort rüsten sich die ersten Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen mit Atemschutzgeräten aus, um in das Gebäude vorzudringen. Unterdessen wird die Person vorm Hauseingang in Sicherheit gebracht und betreut. Weitere Einsatzkräfte bereiten den Löschangriff vor. Doch schnell wird ein Problem klar: Der Unfall mit dem Traktor hat sich auf dem Hydranten vor dem Gebäude ereignet. Die Wasserversorgung muss zunächst über das Tanklöschfahrzeug sichergestellt werden. Deshalb beginnen die Einsatzkräfte aus Rusbend mit ihrem Löschgruppenfahrzeug „LF 16-TS“ zwei Schlauchleitungen zu einem Hydranten an der Nordtorstraße aufzubauen. Jede Leitung ist ca. 150 Meter lang.


Zeitgleich beginnt die Besatzung des Rüstwagens mit der Sicherung des Traktor und der Versorgung von Fahrer und Verletztem. Für die Rettung muss der Traktor mit zwei Hydraulikhebern angehoben werden. Diese Aufgabe meistern die 3 Besatzungsmitglieder in kürzester Zeit.
Inzwischen ist der erste Angriffstrupp unter Atemschutz in das Gebäude vorgegangen. Kurze Zeit später folgen zwei weitere 2-Mann-Trupps. Während der Vorraum für die Einsatzkräfte noch recht einfach zu überblicken ist, sind 2 weitere
Räume nur durch tasten zu erkunden. Die berühmte „Null Sicht“ raubte auch den Einsatzkräften schnell die Orientierung. Der Schlauch weist den Weg zum Ausgang zurück und im Haus geht es immer kriechend an der Wand entlang. Diese Maßnahme ist erforderlich um den kompletten Raum kontrollieren zu können und selbst nicht die Orientierung zu verlieren. „Dadurch dass wir nichts sehen konnten, wussten wir auch nicht wie groß der Raum ist. Ich hatte das Gefühl, er wäre viel größer“ erklärt Maximilian Vauth vom ersten Angriffstrupp nach der Übung.


Während im Gebäude die Atemschutzgeräteträger mit der schlechten Sicht bei der Personenrettung kämpfen, bauen die Feuerwehrleute mehrere Schlauchleitungen zur Gebäuderückseite auf. Mit insgesamt 4 Strahlrohren wird dem Brand im „Außenangriff“ zu Leibe gerückt.
Nach und nach werden die bis zu 80 kg schweren Übungspuppen durch die Einsatzkräfte aus dem Gebäude gerettet. Am Eingang stehen weitere Einsatzkräfte mit Krankentragen bereit, um die Geretteten zur Verletztensammelstelle zu bringen. Bei einer echten Einsatzlage stände an dieser der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot bereit um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Der ist bei Übung nicht vor Ort, deshalb müssen die Brandschützer sich um die Betreuung der Personen kümmern.


Nach rund einer Stunde sind alle Aufgaben bewältigt. Der Brand gelöscht und alle 9 Verletzten in Sicherheit. Während ein Teil der Mannschaft mit dem Rückbau der Geräte beginnt, setzen weitere Feuerwehrleute einen Durcklüfter ein. Mit diesem überdimensionalen Gebläse wird der Nebel aus dem Gebäude geblasen.
„Das war eine runde Sache“, sagt der Einsatzleiter Dirk Dehne bei der anschließenden Auswertung. Einsatz- und Führungskräfte waren zufrieden mit der gezeigten Leistung. Kleinere Fehler werden nun in den Ausbildungsdiensten besprochen und verbessert. „Eine Übung ist zum Fehler machen da. Wäre das nicht so, dann wären wir alle Perfekt und bräuchten keine Übung machen.“ – so der Einsatzleiter.

{gallery}bilder/uebungen/bueckeburg/achum_dgh{/gallery}

 

Text/Bild: S.Titze Pressesprecher Stadt Bückeburg