Marsch ohne Grenzen bringt Spiel & Spaß für Erwachsene

 

Am Samstag den 12.05.2018 veranstaltete die Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen den "1. Marsch ohne Grenzen". Auf einer Rundstrecke durch Nordsehl und Lauenhagen mussten die teilnehmenden Gruppen, welche aus mindestens 6 Personen bestanden, an 8 Stationen ihr Können unter Beweis stellen. Viele Gruppen kommen bereits seit Jahren gerne nach Lauenhagen, bisher unter dem Namen "Lauenhäger Rundmarsch". Nach der Fusion der Feuerwehren Nordsehl und Lauenhagen im Jahr 2015 ging die Feuerwehr nun neue Wege. Die Strecke wurde umgelegt und führte unter dem Motto „Neuer Name - alter Spaß!“ durch beide Gemeinden.

In diesem Jahr konnte sich die Feuerwehr über die sehr starke Teilnahme von 36 Gruppen freuen. So viele waren bisher noch nie dabei gewesen. Neben zahlreichen Feuerwehrgruppen aus dem Landkreis, war auch eine Gruppe aus Idensen angereist. Außerdem nahmen mehrere Vereine und Gruppen aus Lauenhagen und Nordsehl teil. Sogar der Feuerwehrshop Schaumburg startete mit einer Gruppe. Die erste Gruppe startete gegen 12 Uhr am Mittag. Danach folgten in 5-Minuten-Abständen die weiteren Gruppen.

Die teilnehmenden Gruppen mussten auf dem Weg insgesamt 8 Stationen bewältigen. An „Station 1 - Die Menschliche Platte“ musste eine Person auf einem Rollwagen durch einen Parcours gefahren werden. Berührungen mit der Begrenzung ergaben Strafsekunden. Der Rollwagen wurde von 4 Personen über Leinen gelenkt. Die Personen waren in den vier Ecken des Spielfeldes in einem vorgegebenen Kreis positioniert. Die benötigte Zeit wurde gemessen.

An „Station 2 - Wasserbomben-Dart“ mussten Wasserbomben an einer Wand mit Dartpfeilen aus sicherer Entfernung getroffen werden. Die Wasserbomben hatten dabei unterschiedliche Farben. Den Farben waren verschiedenen Punktekategorien zugeordnet. So konnten Pluspunkte oder Minuspunkte erreicht werden. Hier Punkte zu machen, war gar nicht so einfach, wie sich schnell herausstellte. Ein Klassiker der Marsch-Geschichte erwartete die Gruppen an „Station 3 - Langbrett-Parcours“. Alle sechs Gruppenmitglieder mussten sich gemeinsam zwischen zwei Langbretter stellen und diese mit ihren Händen festhalten. In dieser Formation musste dann ein Parcours aus Verkehrsleitkegeln in Bestzeit bewältigt werden. Dabei kamen vor allem die Personen an den Enden ganz schön ins Schwitzen. Auch die Koordination der Gruppe war hier gefragt. Die „Station 4 - Die Wassermühle“ sorgte für die erste leichte Abkühlung. Bei den sommerlichen Temperaturen eine willkommene Abwechslung. Die Gruppen mussten mit Eimern und Leinen Wasser aus einem Bach entnehmen, das Wasser dann mehrmals in weitere Eimer umfüllen und am Ende in eine Tonne kippen. Dabei war die richtige Mischung aus Schnelligkeit und Konzentration gefragt. Einige Gruppen wurden dabei ganz schön nass. Die „Station 5 - Die Wand“ bot Potential für Blaue-Flecken, wie sich hinterher herausstellte. Die Gruppen mussten ihre Arme durch einen Bauzaun stecken und dann in einer bestimmten Zeit so viele Gegenstände wie möglich von links nach rechts transportieren. Die Gegenstände waren dabei sehr vielfältig und unterschiedlich gut anzufassen, auch das Gewicht variierte. Die Gruppen legten sich dermaßen ins Zeug, dass die dünnen Drähte des Bauzauns bei einigen Personen dann blaue Flecken an den Armen hinterließen. Spaß war hier jedoch garantiert. An „Station 6 - Schwämme versenken“ wartete das nächste Wasserspiel. Die Gruppen mussten Wasser aus einem Maurerkübel mit Schwämmen aufsaugen. Dann wurden die Schwämme über zwei mit Planen versehene Bauzäune geworfen und auf der anderen Seite wieder aufgefangen. Das Wasser musste dann in einem leeren Maurerkübel gesammelt werden. Am Ende wurde die Wasserhöhe gemessen. Am Ende waren wieder viele Teilnehmer nass. Ein bisschen Feuerwehr muss auch in einem Vergnügungs-Marsch stecken, zumindest wenn ihn die Feuerwehr organisiert. „Station 7 - Der Saugschlauch-Ring“ brachte Abhilfe. Fünf alte Saugschläuche mussten auf Zeit zunächst zusammen und dann zu einem Ring um einen Baum gekuppelt werden. Das war gar nicht so leicht, wie es sich anhört. Die Befürchtungen eines Wettbewerbsnachteils für die Nicht-Feuerwehr-Gruppen bestätigte sich übrigens nicht. Die letzte Station war dann „Station 8 - Helmuts Wohnzimmer“. Zum Schluss der Strecke sollten alle Teilnehmer einmal den Alltag eines richtigen Atemschutzgeräteträgers präsentieren. In einem sehr mit Disconebel verrauchten Zelt (so ungefähr könnte es im Wohnzimmer von Helmut Schmidt ausgesehen haben) mussten in einer gewissen Zeit diverse Gegenstände gefunden und nach draußen befördert werden. Dabei musste sich die Gruppe abwechseln. Pro Person durfte immer nur ein Teil nach draußen gebracht werden. Die besten Gruppen brachten es auf mehr als 35 Gegenstände.

Für die gesamte Strecke benötigten die Gruppen jeweils etwa 3 Stunden. Bei den hohen Temperaturen und den anstrengenden Spielen war das eine Herausforderung. Da kamen die vier Getränkestationen, welche von der Jugendfeuerwehr betrieben wurden, gerade recht. Alle Gruppen hatten großen Spaß und kämpften verbissen um die vorderen Plätze. Nachdem alle Gruppen wieder das Feuerwehrhaus erreicht hatten, konnte gegen 19 Uhr die Siegerehrung erfolgen. Jede Gruppe erhielt einen kleinen Preis. Als beste Nicht-Feuerwehr-Gruppe schafften es die „Running Gags“ auf Platz 5. Dann wurde es richtig spannend. Die Pokale für die ersten drei Plätze wurden vergeben. Auf Platz 3 schaffte es die Feuerwehr Lüdersfeld. Der zweite Platz ging an die erste Gruppe der Feuerwehr Sachsenhagen. Den Sieg holte sich die Feuerwehr Wölpinghausen. Platz 1 und Platz 2 trennte am Ende nur ein Punkt. Der Abend klang anschließend bei guter Stimmung und netten Gesprächen aus. Die Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen wird den "2. Marsch ohne Grenzen" in zwei Jahren durchführen.

Bild/Text: J. Tielking, Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen