Neuwahlen bei der Feuerwehr Ohndorf


Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder ein neues Kommando. Ortsbrandmeister Heinz-Konrad Stemme stellte sein Amt nach 28 Jahren aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Sein Stellvertreter Torsten Becker entschloss sich, sein Amt nach 21 Jahren ebenfalls zur Verfügung zu stellen.

Beide bleiben der Feuerwehr weiterhin treu und übernehmen Verantwortung im Kommando der Ortsfeuerwehr. Zum neuen Ortsbrandmeister wählten die Aktiven den bisherigen Gruppenführer Marco Thiele. Sein Stellvertreter wird Marcel Möller. Beide erfüllen die fachlichen Voraussetzungen, müssen jedoch noch vom Samtgemeinderat bestätigt werden.

Neue Gruppenführer ist Jan Stemme. Als Vertreter steht ihm Markus Wille zur Seite, der zugleich als Atemschutzbeauftragter fungiert. Neue Gerätewarte sind Torsten Becker und André Wille. Zu Sicherheitsbeauftragten wählten die Feuerwehrleute Petra Stemme und Mirko Becker. Schriftführer bleibt Rolf Thiele. Sein neuer Stellvertreter heißt Heinz-Konrad Stemme. Weil er „einen großen Drucker und Kopierer besitzt“, wie Stemme schmunzelnd sagte. Zum Kassierer der neu gegründeten Feuerwehrkameradschaft wurde Mirko Becker gewählt. Ferner bestätigte die Versammlung Julia Stemme als Jugendfeuerwehrwartin und Felix Rathe als ihren Stellvertreter. Beide wurden während der Jugendversammlung ein paar Tage zuvor von den Jugendlichen gewählt.

In seinem Rückblick berichtete Ortsbrandmeister Heinz-Konrad Stemme von den umfangreichen Aktivitäten der Feuerwehr Ohndorf. Die Aktiven rückten zu sieben Einsätzen aus. Darunter vier Hilfeleistungen nach Unwettern, zwei Brandeinsätzen und einem Fehlalarm.

Für die Dorfgemeinschaft waren die Feuerwehrleute ebenfalls wieder tätig. Das Osterfeuer wurde ausgerichtet, sowie der Lauftreff und das Erntefest unterstützt. Beim Hoffest des Obsthofes Brüggenwirth sorgte man dafür, dass die zahlreichen Besucher einen Parkplatz fanden. Und halfen dem einen oder anderen im Matsch feststeckenden Fahrer dabei, wieder flott zu werden.

Viel Zeit investierten die Feuerwehrleute auch in die theoretische und praktische Ausbildung. Themen wie Fahrzeugkunde, Objektkunde, Leitereinsatz, Brandbekämpfung und Funkübungen standen auf dem Dienstplan. Zusammen mit den Nachbarfeuerwehren aus Horsten und Riepen fanden regelmäßige Zugdienste statt. „Diese fördern die Zusammenarbeit und die Kameradschaft“, wie Gruppenführer Marco Thiele berichtete.

Julia Stemme berichtete als Jugendfeuerwehrwartin von den Aktivitäten der Jugendlichen. Die elf Jungen und Mädchen waren in 2017 äußerst aktiv. Stemme berichtete von drei Höhepunkten, die das Jahr bot.

Zum einen das Kreiszeltlage. Eine Woche verbrachten die Teilnehmervoller in Rinteln und ließen sich die gute Laune auch durch das schlechte Wetter nicht verderben. Vier Jugendliche legten zudem die Prüfungen zur Leistungsspange ab und erhielten die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr überreicht.

Der Orientierungsmarsch anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Ohndorf war ein weiteres Highlight des abgelaufenen Jahres. 28 Gruppen aus dem Landkreis Schaumburg und der Region Hannover nahmen daran teil und hatten ihren Spaß bei den abwechslungsreichen Aufgaben.

Höhepunkt Nummer 3 war der 24-Stunden-Dienst. Zusammen mit den Jugendfeuerwehren aus Horsten und Riepen wurde die Werkfeuerwehr im Volkswagenwerk Hannover besichtigt. Bei jugendgerechten Einsatzübungen konnten die angehenden Feuerwehrleute ihre Fertigkeiten demonstrieren. Sei es bei einer Menschenrettung aus einem Auto, Erster Hilfe oder der Brandbekämpfung.

Torsten Becker berichtete für die Kinderfeuerwehr „Ohndorfer Feuertiger“ von deren Aktivitäten. Im Vordergrund bei den monatlichen Treffen stehen Spiel und Spaß. Aber auch die Brandschutzerziehung ist ein wichtiger Bestandteil des Jahresprogramms. Dass die Ohndorfer Kinder sich in diesem Bereich auskennen wird dadurch deutlich, dass sie die Prüfungen zum „Schaumburger Flori“ und dem „Brandfloh“ mit Bravour bestanden. Hierbei müssen die Jungen und Mädchen beispielsweise erklären, wie ein Notruf abgesetzt wird.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote hatte die schöne Aufgabe, langjährige Mitglieder auszuzeichnen. Rolf Thiele gehört der Einsatzabteilung seit 40 Jahren an. Grote ehrte ihn für sein Jahrzehnte währendes Engagement mit dem Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen.

Ehrungen des Landesfeuerwehrverbandes für langjährige Mitgliedschaft hatte Grote für drei verdiente Feuerwehrleute dabei. Horst Matthias gehört der Feuerwehr seit 60 Jahren an. 50 Jahre ist Friedrich Windheim dabei und Karl-Heinz-Wüstenfeld seit 40 Jahren. Die drei Kameraden ehrte der Kreisbrandmeister mit den entsprechenden Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes.

Am Beginn ihrer Feuerwehrlaufbahn stehen Luke Bahe, Lennart Becker und Lukas Windheim. Sie wurden von Heinz-Konrad Stemme per Handschlag in die Einsatzabteilung aufgenommen. Als neues Mitglied ist zudem Pascal Kremling dabei. Er ist neu nach Ohndorf gezogen und war bereits zuvor in einer anderen Feuerwehr aktiv dabei.

Eine besondere Aufgabe hatte Heinz-Konrad Stemme, als er seine Tochter Julia Stemme befördern durfte. Sie erhielt einen weiteren Stern für ihre Schulterklappen und ist nun Hauptfeuerwehrfrau.

Text/Bild: M. Thiele, Pressewart SG Nenndorf