Das Küchenteam der Kreisfeuerwehr

Schon in der Antike hing das Schlachtenglück von der Verpflegung der Soldaten ab. Die Römer schafften es dank ihrer ausgefeilten Logistik, ihre Legionen auch bei Feldzügen ausreichend zu versorgen.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaften müssen damit rechnen, spontan für mehrere Tage in den Einsatz zu gehen. Die Versorgung im Einsatzgebiet muss daher ebenfalls sichergestellt werden. Für die Verpflegung der Feuerwehrleute sorgt daher ein Küchenteam, das in den Kreisfeuerwehrbereitschaften (KFB) ein hohes Ansehen genießt.

Unter der Leitung von Katrin Biesterfeld haben die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Antendorf im Oktober 2006 die Küchenkomponente von der Ortsfeuerwehr Raden unter der damaligen Leitung von Dorle Loos übernommen.

Die erste Bewährungsprobe hatte das damals aus 14 Kameradinnen und Kameraden bestehende Team im Oktober 2006 im Rahmen einer Bereitschaftsübung in Emmerthal zu bestehen.

Zahlreiche weitere Übungseinsätze wurden in den vergangenen zehn Jahren für die Kreisfeuerwehrbereitschaften Nord und Süd unter anderem in Bösingfeld, Steinbergen, Bad Nenndorf, Goldbeck, Stadthagen, Wunstorf, Nienburg, Seelze, Bückeburg, Loccum, Drakenburg, Celle-Scheuen, Lauenau/Pohle und in Dörverden-Barme sehr erfolgreich abgearbeitet.

Insbesondere der persönliche Aufwand durch Leitung und Teammitglieder durch vorbereitende Tätigkeiten, Einkauf sowie die organisatorische Vorbereitung inkl. Aufbau- und Abbautätigkeiten im Bereich der jeweiligen Übungsobjekte sind nicht zu unterschätzen.

Das Küchenteam kam auch bei Großschadenslagen zum Einsatz. Bei der Bewältigung der extremen Hochwasserlagen in Hildesheim/ Klein Düngen sowie im Bereich der Stadt Magdeburg/ Stadtteil Cracau galt es die mehr als 150 Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaften mit Essen zu versorgen. Insbesondere der Einsatz in Magdeburg hat bei den teilnehmenden Kameradinnen und Kameraden einen emotional-aufwühlenden aber äußerst positiven Eindruck hinterlassen. Dazu trug insbesondere die außerordentliche Hilfsbereitschaft der Magdeburger Bürger bei.

Doch das Küchenteam benötigt auch logistische Unterstützung. Daher arbeiten bei Einsätzen die jeweiligen Logistikkomponenten der Kreisfeuerwehrbereitschaften mit dem Küchenteam Hand in Hand. Für die KFB Nord, besteht die Logistikkomponente aus Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehren Apelern und Lyhren. Bei der KFB Süd bilden die Ortsfeuerwehren Bergdorf und Engern die Logistikkomponente.

Selbstverständlich unterstützt das Küchenteam regelmäßig Veranstaltungen der Kreisjugendfeuerwehr sowie der Kreiskinderfeuerwehr bei Zeltlagern und anderen Veranstaltungen. Dabei sind schon bis zu 1.600 Jugendliche bis zu acht Tage zusammen mit den Verpflegungsteams der Kreisjugendfeuerwehr und externen Dienstleistern vollverpflegt worden.

Das engagierte Team versucht dabei möglichst allen Wünschen gerecht zu werden und die durchaus  abwechslungsreichen Speisenfolgen regen die Übungs- und Zeltlagerteilnehmer regelmäßig zum Lob auf die Küche an. Jüngst hat das sogar zur Verleihung des ersten Sterns unter dem Titel „Sterneküche“ geführt.

Für seine Einsätze nutzt das Küchenteam der KFB eine Kärcher-Feldküche mit drei mobilen, gasbetriebenen Kochbehältern, wie sie auch von Bundeswehreinheiten verwendet wird. Damit können 200 Personen mit warmem Essen versorgt werden.

Dieser Feldkochherd wird entweder mit Hilfe des Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF) der Feuerwehr Antendorf oder durch die Fahrzeuge der unterstützenden Logistikkomponenten der KFB Nord (Feuerwehr Apelern mit Gerätewagen Logistik; Feuerwehr Lyhren) oder KFB Süd (Feuerwehr Bergdorf; Feuerwehr Engern mit Gerätewagen Logistik) zu den Einsatzstellen gezogen. Das Küchenteam organisiert dabei den Einkauf und die Zubereitung für die jeweilige Verpflegung, die Logistik übernimmt die Transportarbeiten sowie die Getränkeverpflegung vor Ort für die Einsatzkräfte.

Der Einkauf der Lebensmittel wird normalerweise vorab organisiert. Im Einsatzfall wird dieses natürlich vor Ort erledigt.

Die Personalstärke wird an die Notwendigkeiten angepasst und schwankt zwischen acht und maximal 16 Kameradinnen und Kameraden.

Das Küchenteam freut sich darauf, die Kinder, Jugendlichen und Einsatzkräfte auch weiterhin mit schmackhaften Speisen versorgen zu dürfen.